Autoren-Notizen
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- Literaturwettbewerb für Jenaer Studenten
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Hier der vollständige Artikel einschl. Überschrift aus der Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 24. April 2008:
Fair geht vor - Verdi warnt vor Pseudoverlagen
Die Erklärung war noch nicht veröffentlicht, da hatten einige Unterzeichner schon eine Unterlassungsaufforderung auf dem Tisch. Man kämpft mit harten Bandagen im Verlagswesen, zumindest auf dem Sektor, auf den deutschsprachige Autorenverbände am Welttag des Buches das Augenmerk lenkten. Sehen sie sich doch immer öfter, wie sie betonen, "mit Problemen" konfrontiert, die aus der Zusammenarbeit mit "Druckkostenzuschussverlagen" entstehen:
Diese träten gerne als Verlage im üblichen Sinn auf und stellten ihre von den Autoren zu bezahlenden Dienstleistungen oft als branchenübliche Verlagsarbeit dar. Gerade junge, unerfahrene Autoren würden von ihnen "zu kostenpflichtigen Veröffentlichungen angeworben, für die bis zu fünfstellige Beträge verlangt werden".
Als die "Fairlag-Erklärung" gestern im Kölner Verdi-Haus vorgestellt wurde, hatte "Altverleger Dr. v. Hänsel-Hohenhausen", bis 2003 Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Verlagsgruppe Holding AG, auf die "geheime" (!) Aktion bereits mit einer elfseitigen "Denkschrift" reagiert. Darin wirft er den Verbänden vor, "sich mit ihren Forderungen von Ausgrenzung und Zensur in den geistigen Strom der Autorenverfolgung der Zeit des Nationalsozialismus und des Kommunismus" zu stellen.
Nach der Pressekonferenz verteilte ein Teilnehmer vor der Tür eine Pressemitteilung, in der besagter "Altverleger, der 3000 Autoren seiner Verlagshäuser vertritt", erklärt, es handle sich "um einen Fall systematischer Diskriminierung von Autoren, wie es sie seit den Zeiten der DDR nicht mehr gegeben habe".
Wer mit solchen Vergleichen die Verbrechen des Totalitarismus verharmlost, darf sich nicht wundern, wenn vor ihm gewarnt wird.
aro.
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Übrigens:
Ein Unternehmen der Hänsel-Gruppe ist Mitglied im Börsenverein des Deutschen Buchhandels.
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