Autoren-Magazin

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Die ehemalige Goethe Gesellschaft des Dr. Markus Hänsel-Hohenhausen

 

F.A.Z.: "Unlautere Machenschaften - Goethe-Gesellschaft verwahrt sich gegen Irreführung"

 

Über die umstrittene Goethe-Gesellschaft Frankfurt m.b.H. gab es 1999 Presseberichterstattung. Der Unternehmer Dr. Markus Hänsel-Hohenhausen geriet in die Schlagzeilen, auch wegen der  Anthologie Im Namen Goethes.


Neue Aktualität hat das Thema dadurch bekommen, dass das von Dr. Markus Hänsel-Hohenhausen herausgegebene Buch danach in neuen Auflagen in anderen Hänsel-Verlagen erschienen ist und die Frankfurter Verlagsgruppe Holding AG einen Prozess gegen Autoren-Magazin begonnen hat, bei dem es u.a. auch um das Buch Im Namen Goethes geht (Landgericht Hamburg Az: 327 O 215/08)



Lesen Sie mehr über den damaligen Hintergrund in dem Artikel der Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 28.4.1999:


Unlautere Machenschaften
Goethe-Gesellschaft verwahrt sich gegen Irreführung

 
Viele haben mitgemacht. Schließlich verhieß der "Verlag der Goethe-Gesellschaft Frankfurt" nur Gutes. Zumal er am "Großen Hirschgraben" angesiedelt ist, just dort, wo der nachmalige Dichterfürst vor 250 Jahren zur Welt kam. Also schrieben Hilmar Hoffmann, Präsident des Goethe-Instituts, und der Generalsekretär ebenjener Einrichtung zur Vermittlung deutscher Sprache und Kultur, Joachim Sartorius, neben Schriftstellern, Publizisten, Wissenschaftlern wie Ota Filip, Hermann Peter Piwitt, Alfred Grosser oder Thilo Koch Beiträge für den Sammelband mit dem imperativen Titel "Im Namen Goethes!" Von anderen wurden Aufsätze oder Poetisches nachgedruckt: Günter Grass ist vertreten, Ralph Giordano, aber auch der hessische Mundartdichter Kurt Sigel. Der Frankfurter Soziologe Iring Fetscher sprach anläßlich einer Präsentation des Buches, zu dem der hiesige Künstler Ferry Ahrlé muntere Rohrfederzeichnungen beigesteuert hat.

Ein Skandal für Werner Keller, den Präsidenten der Internationalen Goethe-Gesellschaft Weimar. Er sieht den Namen der Vereinigung, der er vorsteht, mißbraucht. Und hält den Verleger Markus Hänsel-Hohenhausen, der als Herausgeber des Goethe-Bandes firmiert und Chef des in Egelsbach beheimateten "Fouqué Literaturverlags" ist, für einen Trittbrettfahrer, der seine Verlagsgruppe zum Goethe-Jahr mit dem Namen des Klassikers schmücken will.


 

"Es ist unseriös, was der Mann da treibt", sagte der emeritierte Literaturprofessor aus Köln. "Die Internationale Goethe-Gesellschaft Weimar verwahrt sich striktest gegen solche unlauteren Machenschaften." Grundsätzlich dürfe niemand unter dem Namen "Goethe-Gesellschaft" auftreten. Dennoch wolle sich seine Vereinigung zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht auf einen langwierigen Rechtsstreit einlassen. Dafür fehle es der Goethe-Gesellschaft, die 91 Stipendiaten seit 1991 Aufenthalte in Weimar ermöglicht habe und zahlreiche Goethe-Projekte überall in der Welt unterstütze, schlicht am Geld. Zudem müsse man sich in diesem Goethe-Jahr anderen Aufgaben mit ganzer Energie widmen.

Er könne nicht verstehen, wieso ein Iring Fetscher sich hinstelle und für ein solches Buch werbe oder ein Hilmar Hoffmann dafür schreibe, sagte Keller. Hoffmann äußerte gestern auf Anfrage, der Verleger habe ihm viele berühmte Namen genannt, "und da habe ich gedacht, ich bin in guter Gesellschaft". Bei der Verlagsadresse denke ja auch jeder, das habe etwas mit dem Goethe-Haus zu tun. lr.
 
 
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Hänsel-Firmen: Von Goethe zu Brentano

1. Im Dez. 2000 hat sich die "Goethe-Gesellschaft Frankfurt m.b.H." (Geschäftsführer u. Kapitaleigner Dr. Markus Hänsel-Hohenhausen) gegenüber der Goethe Gesellschaft Weimar verpflichtet,  es zukünftig bei Meidung einer Vertragsstrafe zu unterlassen, die Bezeichnung "Goethe-Gesellschaft" zu verwenden. Siehe auch Landgericht Frankfurt am Main (Az: 2-06 O 333/99) sowie Oberlandesgericht Frankfurt am Main (Az: 6 U 61/00).

2. Nachfolgerin der Goethe Gesellschaft Frankfurt m.b.H. ist die
Brentano Ges. Frankfurt m.b.H.

3. Die Brentano Ges. mbH ist mit der Frankfurter Verlagsgruppe AG August von Goethe kapitalmäßig verbunden.


4. Denn Kapitaleigner der Fankfurter Verlagsgruppe und der Brentano Ges. m.b.H. ist unstreitig Dr. Markus Hänsel-Hohenhausen alias
Mark Donatus Prinz von Hohenzollern-Emden alias Markus von Hänsel-Hohenhausen).


Übrigens: Ein Unternehmen der Hänsel-Gruppe ist Mitglied im Börsenverein des Deutschen Buchhandels.


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Landgerichte Deutschlands, bitte vor Erlass einer einseitigen Verfügung lesen: Urteil Oberlandesgericht Frankfurt: Keine Wettbewerbsabsicht, kein UWG - Autoren-Magazin ist grundsätzlich ein redaktionelles Medium (Az: 6 U 154/06)
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