Autoren-Magazin

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  • Writers in Prison: M. Bekschon

    Muhammad Bekschon (Bekjanov)
    Usbekistan

    Der Journalist Muhammad Bekschon, besser bekannt als ‚Bekjanov’, war einer der führenden regimekritischen Stimmen Usbekistans nach dem Zerfall der Sowjetunion. Nachdem Präsident Islam Karimov 1991 an die Macht kam, arbeitete Bekjanov gemeinsam mit seinem Bruder Muhammad Salih bei Erk, der Zeitung der gleichnamigen Oppositionspartei. Auch nach Verbot der Zeitung im Jahr 1994 äußerte Bekjanov weiterhin Kritik an der Regierung.

    Aufgrund des massiven Vorgehens der Regierung gegen die Dissidenten floh Bekjanov in die Ukraine. Im Zusammenhang mit einer Reihe von Bombenanschlägen in Taschkent nahm man ihn jedoch am 15. März 1999 in Kiew fest und lieferte ihn nach Usbekistan aus. Außer ihm wurden noch mehrere andere politische Aktivisten und Schriftsteller verhaftet, die später aussagten, während der Verhöre mit Elektroschocks, Schlägen und Drohungen, weibliche Familienmitglieder zu vergewaltigen, gefoltert und unter Druck gesetzt worden zu sein.

    Bekjanovs Bruder, Rashid Bekzhon, wurde mit ihm verhaftet, während ein weiterer Bruder, Komil Bekzhon, ein Bauer ohne bekannte politische Verbindungen, im Mai 1999 verschwand. Bekjanovs Frau floh in die Vereinigten Staaten.

    Im August 1999 wurden Bekjanov zu fünfzehn Jahren Gefängnis verurteilt. Die Anklage lautete auf „Veröffentlichung und Verbreitung einer verbotenen Zeitung, die verleumderische Kritik an Präsident Islam Karimov enthält, Teilnahme an verbotenem politische Protest und der Versuch, das Regime zu stürzen.“ Außerdem befand das Gericht ihn für schuldig, illegal das Land verlassen und den usbekischen Pass zerstört zu haben. Nach dem Prozess wurde Bekjanov laut Quellen in die Strafkolonie 64/46 in Navoi überführt. Nach neuen Informationen wurde er 2005 in die Gefängniskolonie 64/62 in Kagan verlegt.

    Um den Gesundheitszustand Bekjanovs im Gefängnis besteht große Sorge. Durch Unterernährung ist er extrem abgemagert. Verwandte, die ihn Anfang 2001 besuchten, waren alarmiert von seinem Zustand und berichteten, er habe Krücken gebraucht. 2003 wurde Bekjanov erstmals seit seiner Inhaftierung vom Centre for War and Peace Reporting und der Associated Press interviewt. Das Interview fand im Gefängniskrankenhaus von Taschkent statt, wo Bekjanov wegen Tuberkulose behandelt wurde. Bekjanov berichtete, er werde täglich geschlagen und gefoltert; ein Beinbruch und Taubheit auf dem rechten Ohr sei die Folge davon.

    Bekjanovs Fall ist repräsentativ für die fortgesetzten Angriffe auf unabhängige Journalisten und Schriftsteller in Usbekistan. Seit dem Andijan-Massaker im Mai 2005 sind die Übergriffe auf Medien, politische Opposition und Bürgerrechtsorganisation noch häufiger geworden. Im Januar 2007 wurde die Pressefreiheit der Massenmedien, in die erstmals auch explizit Internetseiten eingeschlossen wurden, noch weiter eingeschränkt.


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