Autoren-Magazin

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Zitat des Tages: »Vielleicht schreibe ich vier Zeilen, vielleicht zwanzig. Ich subtrahiere und addiere, bis ich endlich auf etwas stoße. Man verdichtet nicht immer, manchmal baut man auch aus. « – Grace Paley

Goethes Liste verbotener Redewendungen in literarischen Manuskripten

Goethe war ein großer Freund von Listen; hier eine von ihm verfaßte Liste von „Redensarten, welche der Schriftsteller vermeidet, sie jedoch dem Leser beliebig einzuschalten überläßt“.

Goethes Liste

  • Aber
  • Gewissermaßen
  • Einigermaßen
  • Beinahe
  • Ungefähr
  • Kaum
  • Groß
  • Fast
  • Unmaßgeblich
  • Wenigstens
  • Ich glaube
  • Mich deucht
  • Ich leugne nicht
  • Wahrscheinlich
  • Vielleicht
  • Nach meiner Einsicht
  • Wenn man will
  • Soviel mir bewußt
  • Wie ich mich erinnere
  • Wenn mich recht berichtet
  • Mit Einschränkung besprochen
  • Ich werde nicht irren
  • Es schwebt mir so vor
  • Eine Art von
  • Mit Ausnahme
  • Ohne Zweifel
  • Ich möchte sagen
  • Man könnte sagen
  • Wie man zu sagen pflegt
  • Warum soll ich nicht gestehen
  • Wie ich es nennen will
  • Nach jetziger Weise zu reden
  • Wenn ich die Zeiten nicht verwechsle
  • Irgend
  • Irgendwo
  • Damals
  • Sonst
  • Ich sage nicht viel
  • Wie man mir sagt
  • Man denke nicht
  • Wie natürlich ist
  • Wie man sich leicht vorstellen kann
  • Man gebe mir zu
  • Zugegeben
  • Mit Erlaubnis zu sagen
  • Erlauben Sie
  • Man verzeihe mir
  • Aufrichtig gesprochen
  • Ohne Umschweife gesagt
  • Geradezu
  • Das Kinde bei seinem Nahmen genannt
  • Verzeit den derben Ausdruck
Quelle: Das Buch der Listen/Karl Richter (Hrsg.): Johann Wolfgang von Goethe – Sämtliche Werke nach Epochen seines Schaffens, Band 11.2, München 1994

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