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Siehe auch: 16.2.2007 - Von Markus Hänsel bis zu Donatus Prinz von Hohenzollern - Gedanken zur Identität eines Autors im 20. und 21. Jahrhundert
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Wirbt Zuschussverlag unerlaubt mit dem Namen von Marcel Reich-Ranicki?

Die sogenannte "Deutsche Literaturgesellschaft" täuscht Autoren

Wirbt Zuschussverlag unerlaubt mit dem Namen von Marcel Reich-Ranicki?

Es wäre nicht zum ersten Mal, dass ein Zuschussverlag Autoren täuscht, indem er bekannte Namen aus der Literatur einsetzt. Ist nun, nach Elke Heidenreich, Marcel Reich-Ranicki das Opfer solcher tollen Geschäftsideen.

Die sogenannte "Deutsche Literaturgesellschaft", die u.a. mit Namen von Schriftstellern wirbt, deren Werke von den Nazis verboten worden sind, hat in einer Direktwerbung an Autoren so geworben:

"Einladung. Ihre Gedichte in einem Band mit einem Vorwort von Deutschlands berühmtesten Kritiker. Wir möchten Sie einladen, eines Ihrer Gedichte (oder mehr) zu unserem Sammelband 'Gedichte, die die Zeit überstehen' beizutragen. Der Gedichtband wird von Marcel Reich-Ranicki eingeleitet. (....)
Bis zu drei Seiten: 780 EUR, bis zu sechs Seiten: 980 EUR. (...)"

Zuvor hat derselbe Anbieter mit dem Namen von Elke Heidenreich geworben, die darüber empört ist: News vom 18.4.2009 

Nun also Marcel Reich-Ranicki, dessen Stimme früher einmal von einem Stimmenimitator in einer Radiowerbung  eines Zuschussverlags nachgeahmt wurde. Kennt die Dreistigkeit solcher Unternehmen keine Grenzen?

Andere Zuschussverlage
wie z.B. die Frankfurter Verlagsgruppe Holding AG August von Goethe, schmücken sich gerne mit wohlklingenden Namen. Im Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel 6/2009 heißt es wörtlich: "Nach dem Urteil [des OLG Köln Az. 15 U 116/08 ] darf behauptet werden, dass die Verlagsgruppe 'bewusst wohlklingende Namen und Bezeichnungen von ähnlich renommierten Verlagen und Vereinigungen' führt, 'um so potentielle Autoren zu täuschen.'" Lesen Sie hier: Wohlklingende Namen

(Coverabbildung: "Mein Leben" von Marcel Reich-Ranicki, DVA 1999)