Autoren-Magazin

Unabhängige, kritische Informationen von Manfred Plinke für Autoren mit aktuellen News, Meinungen, Tipps, Seminaren, Adressen.
Zitat des Tages: »Literatur darf keine fertigen Erklärungen liefern, Literatur ist ein Spiel der Gedanken.« – Paolo Maurensig

Schriftsteller im Gefängnis

Das Writers-in-Prison-Committee wurde 1960 gegründet, als Reaktion auf die bedrohlich wachsende Zahl der Länder, die versuchen, Schriftsteller durch Repressionen mundtot zu machen. Auch verfolgter Verleger, Redakteure und Journalisten nimmt sich das Committee inzwischen an.
Wir veröffentlichen hier den jeweiligen Fall des Monats (übersetzt von Kerstin Winter).

Spendenkonto für Writers in Prison:
Nr. 130 808 901, Commerzbank Darmstadt, BLZ 508 400 05

Mehr Informationen auf: Writers in Prison Committee
www.englishpen.org

Für die Freiheit von Schriftstellern setzen sich auch ein:
Reporter ohne Grenzen

 

Fall des Monats

Mohamed Nasheed

September 2005

Die Malediven mit ihren idyllischen Stränden und Korallenriffen sind ein beliebtes Ziel für Touristen aus aller Welt. Die wenigsten wissen, dass das Regime des Präsident Gayoom systematisch gegen die demokratische Opposition und Andersdenkende vorgeht. Berichten von ehemaligen politischen Gefangenen zufolge wird in einigen Gefängnissen regelmäßig gefoltert, während sich auf der Nachbarinseln Touristen in exklusiven Anlagen entspannen.

Am Freitag dem 12. August 2005 wurde der Oppositionsführer Mohamed Rasheed nach einer friedlichen Demonstration in der Hauptstadt Malé verhaftet und, laut Berichten, in Polizeigewahrsam misshandelt. Gegen ihn wurde Anklage wegen ‚Terrorismus’ und ‚Aktivitäten gegen den Staat’ erhoben.

Mohamed Nasheed ist ein Vorsitzender der Maledivischen demokratischen Partei, Schriftsteller und Ehrenmitglied des englischen PEN. Zuvor arbeitete er als Journalist für die Zeitung ‚Sangu’. Nasheed saß zwischen 1991 und 1993 sowie zwischen 1996 und 1998 für verschiedene Veröffentlichungen im Gefängnis, außerdem wurde er aufgrund friedlicher politischer Aktivitäten mehrmals für kurze Zeit festgehalten. Im Gefängnis wurde er gefoltert und musste einen Teil seiner Strafe in Einzelhaft verbüßen. 2001 verurteilte man ihn für den Diebstahl nicht näher bestimmten ‚Regierungseigentums’ zu zweieinhalb Jahren Verbannung.

Das britische Innenministerium hat Nasheed politisches Asyl zugesagt.
  
Appelle für seine sofortige Freilassung bitte an:
His Excellency President Maumoon Abdul Gayoom
The President’s Palace
Maafannu Theemuge
Malé 2002
Rebublic of Maldives
Fax: 00 960 32 55 00

Vorhergehende Fälle

März 2009 / Februar 2009 / November 2008 / Oktober 2008 / September 2008 / August 2008 / Juli 2008 / Juni 2008 / Mai 2008 / April 2008 / März 2008 / Februar 2008 / Dezember 2007 / November 2007 / Oktober 2007 / September 2007 / Juli 2007 / Juni 2007 / Mai 2007 / April 2007 / März 2007 / Februar 2007 / Januar 2007 / November 2006 / Oktober 2006 / September 2006 / August 2006 / Juli 2006 / Juni 2006 / Mai 2006 / April 2006 / März 2006 / Februar 2006 / Januar 2006 / Dezember 2005 / November 2005 / Oktober 2005 / September 2005 / August 2005 / Juli 2005 / Juni 2005 / Mai 2005 / April 2005 /


 

Links zu Medien- und Meinungsfreiheit

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