Schriftsteller im Gefängnis
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Das Writers-in-Prison-Committee wurde 1960 gegründet, als Reaktion auf die bedrohlich wachsende Zahl der Länder, die versuchen, Schriftsteller durch Repressionen mundtot zu machen. Auch verfolgter Verleger, Redakteure und Journalisten nimmt sich das Committee inzwischen an.
Wir veröffentlichen hier den jeweiligen Fall des Monats (übersetzt von Kerstin Winter).
Spendenkonto für Writers in Prison:
Nr. 130 808 901, Commerzbank Darmstadt, BLZ 508 400 05
Mehr Informationen auf: Writers in Prison Committee
www.englishpen.org
Für die Freiheit von Schriftstellern setzen sich auch ein:
Reporter ohne Grenzen
Fall des Monats
Aung San Suu Kyi
Juli 2006
Aung San Suu Kyi
Myanmar
Aung San Suu Kyi, Autorin und Vorsitzende der National League for Democracy, hat von den letzten siebzehn Jahren mehr als zehn Jahre in Gefangenschaft verbracht, die meiste Zeit davon in Einzelhaft. Am 19. Juni beging sie ihren 61. Geburtstag unter Hausarrest in ihrem Haus in Rangun. Die Militärjunta verlängerte diesen Arrest kürzlich um ein weiteres Jahr.
Nachdem ihr über zwei Jahre jeglicher Kontakt mit Ausländern verboten war, durfte sie im Mai Ibrahim Gambari, den stellvertretenden Generalsekretär der Vereinten Nationen, treffen. Der UN-Gesandte berichtete nach dem Treffen, dass ihr gesundheitlicher Zustand gut sei, fügte aber hinzu, Aung San Suu Kyi wünsche sich, die Besuche des Arztes seien „vorhersehbarer und regelmäßiger.“
Suu Kyi wurde das letzte Mal am 30. Mai 2003 verhaftet, nachdem das Militär ihre Wagenkolonne überfallen und bis zu hundert ihrer Anhänger getötet hatte. Zu den zahlreichen Verletzten gehörte auch Aung San Suu Kyi selbst, die wahrscheinlich Schnittverletzungen erlitt, als ein Stein ihr Wagenfenster zerschmetterte.
Daw Aung San Suu Kyi erhielt 1991 den Friedensnobelpreis. Sie hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, darunter Der Weg zur Freiheit, Letters from Burma und The Voice of Hope.
Appelle zur Freilassung von Aung San Suu Kyi bitte an:
Senior General Than Shwe
Chairman, State Peace and Development Council
Ministry of Defense
Signal Pagoda Road
Yangon, Union of Myanmar
Fax: 00 95 1 652 624
Vorhergehende Fälle
März 2009 / Februar 2009 / November 2008 / Oktober 2008 / September 2008 / August 2008 / Juli 2008 / Juni 2008 / Mai 2008 / April 2008 / März 2008 / Februar 2008 / Dezember 2007 / November 2007 / Oktober 2007 / September 2007 / Juli 2007 / Juni 2007 / Mai 2007 / April 2007 / März 2007 / Februar 2007 / Januar 2007 / November 2006 / Oktober 2006 / September 2006 / August 2006 / Juli 2006 / Juni 2006 / Mai 2006 / April 2006 / März 2006 / Februar 2006 / Januar 2006 / Dezember 2005 / November 2005 / Oktober 2005 / September 2005 / August 2005 / Juli 2005 / Juni 2005 / Mai 2005 / April 2005 /
Links zu Medien- und Meinungsfreiheit
Amnesty International, deutsche Sektion
Article 19
Freedom House (New York)
Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte
Human Rights in the Internet
Human Rights Watch (New York)
Institut für Menschenrechte, Berlin
International Helsinki Federation
Index on Censorship
Instituto Prensa y Sociedad
International Freedom of Expression Exchange
