Autoren-Magazin

Unabhängige, kritische Informationen von Manfred Plinke für Autoren mit aktuellen News, Meinungen, Tipps, Seminaren, Adressen.
Zitat des Tages: »Ich bewegte mich zu langsam. Es war viel leichter, ein Dichter zu sein.« – T.S. Eliot (über seine Zeit als Boxer)

Schriftsteller im Gefängnis

Das Writers-in-Prison-Committee wurde 1960 gegründet, als Reaktion auf die bedrohlich wachsende Zahl der Länder, die versuchen, Schriftsteller durch Repressionen mundtot zu machen. Auch verfolgter Verleger, Redakteure und Journalisten nimmt sich das Committee inzwischen an.
Wir veröffentlichen hier den jeweiligen Fall des Monats (übersetzt von Kerstin Winter).

Spendenkonto für Writers in Prison:
Nr. 130 808 901, Commerzbank Darmstadt, BLZ 508 400 05

Mehr Informationen auf: Writers in Prison Committee
www.englishpen.org

Für die Freiheit von Schriftstellern setzen sich auch ein:
Reporter ohne Grenzen

 

Fall des Monats

Melissa Rocío Patiño Hinostroza, Peru

September 2008

Im Februar 2008 wurde die junge peruanische Dichterin und Betriebswirtschaftsstudentin Melissa Rocío Patiño Hinostroza wegen Unterstützung terroristischer Aktivitäten vor Gericht gestellt. Die Anklage beruht auf ihrer vermeintlichen Mitwirkung bei einer linken politische Organisation, die laut Regierung in Kontakt mit terroristischen Vereinigungen steht.

Die zwanzigjährige Patiño ist Mitglied des „Círculo del Sur“, einer Dichtergruppe in Lima, und leitet eine Lyriksendung im Radio und verschiedene kulturelle Aktivitäten für junge Leute. Als sie am 29. Februar 2008 von einer Konferenz in Ecuador zurückkehrte, die von der Coordinadora Continental Boliviariana (CCB) organisiert worden war, wurde sie verhaftet. Da die peruanische Regierung in der CCB eine Verbindung zum Terrorismus sieht, warf man Patiño Komplizenschaft vor. Die Dichterin leugnet, politisch aktiv zu sein, und behauptet, sie haben den Kongress als Gelegenheit genutzt, nach Ecuador reisen zu können.

Patiño wurde beinahe zweieinhalb Monate lang im Hochsicherheitsgefängnis in Chorrillos, Lima festgehalten. Nach unseren Informationen wurde sie mit verurteilten Verbrechern eingesperrt, blieb teilweise zwanzig Stunden täglich ohne Radio oder Fernsehen allein in ihrer Zelle, durfte nicht auf den Hof oder mit anderen Gefangenen sprechen, konnte nur einmal wöchentlich Besuch von ihrer Familie erhalten und hatte nur sehr eingeschränkten Zugang zu einem öffentlichen Telefon.

Am 8. Mai wurde Patiño aus dem Hochsicherheitsgefängnis für eine Kaution von umgerechnet 240 Euro entlassen und wartet seit Monaten auf ihren Prozess, der ihr bei einer Verurteilung bis zu zwanzig Jahre Gefängnis einbringen kann. Bis heute hat die Staatsanwaltschaft jedoch keinerlei Beweise präsentiert, die die Klage untermauern. PEN fordert daher von der peruanischen Regierung, die ursprüngliche Klage entweder fallen zu lassen oder aber zu begründen und dafür zu sorgen, dass Patiño einen fairen Prozess erhält.

Appelle bitte an:

Dr. Alan García Pérez
Presidente de la República del Perú
Jr. de la Unión S/N 1ra. Cuadra, Cercado de Lima, Lima, Peru
Anrede: Su Excelencia/ Your Excellency
 
Minister of Justice
Dra. Rosario Fernández Figueroa
Ministra de Justicia
Ministerio de Justicia, Scipión LLona N° 350, Miraflores, Lima, Peru
Anrede: Señora Ministra/Dear Minister
 
Human Rights Ombudsman
Dra. Beatriz Merino
Director
Defensoría del Pueblo
Jirón Ucayali 388, Lima-Perú
 
Möglicherweiser ist es sinnvoller, die Appelle an die peruanische Botschaft im eigenen Land zu schicken.
Melissa Rocío Patiño Hinostroza
Peru

Im Februar 2008 wurde die junge peruanische Dichterin und Betriebswirtschaftsstudentin Melissa Rocío Patiño Hinostroza wegen Unterstützung terroristischer Aktivitäten vor Gericht gestellt. Die Anklage beruht auf ihrer vermeintlichen Mitwirkung bei einer linken politische Organisation, die laut Regierung in Kontakt mit terroristischen Vereinigungen steht.

Die zwanzigjährige Patiño ist Mitglied des „Círculo del Sur“, einer Dichtergruppe in Lima, und leitet eine Lyriksendung im Radio und verschiedene kulturelle Aktivitäten für junge Leute. Als sie am 29. Februar 2008 von einer Konferenz in Ecuador zurückkehrte, die von der Coordinadora Continental Boliviariana (CCB) organisiert worden war, wurde sie verhaftet. Da die peruanische Regierung in der CCB eine Verbindung zum Terrorismus sieht, warf man Patiño Komplizenschaft vor. Die Dichterin leugnet, politisch aktiv zu sein, und behauptet, sie haben den Kongress als Gelegenheit genutzt, nach Ecuador reisen zu können.

Patiño wurde beinahe zweieinhalb Monate lang im Hochsicherheitsgefängnis in Chorrillos, Lima festgehalten. Nach unseren Informationen wurde sie mit verurteilten Verbrechern eingesperrt, blieb teilweise zwanzig Stunden täglich ohne Radio oder Fernsehen allein in ihrer Zelle, durfte nicht auf den Hof oder mit anderen Gefangenen sprechen, konnte nur einmal wöchentlich Besuch von ihrer Familie erhalten und hatte nur sehr eingeschränkten Zugang zu einem öffentlichen Telefon.

Am 8. Mai wurde Patiño aus dem Hochsicherheitsgefängnis für eine Kaution von umgerechnet 240 Euro entlassen und wartet seit Monaten auf ihren Prozess, der ihr bei einer Verurteilung bis zu zwanzig Jahre Gefängnis einbringen kann. Bis heute hat die Staatsanwaltschaft jedoch keinerlei Beweise präsentiert, die die Klage untermauern. PEN fordert daher von der peruanischen Regierung, die ursprüngliche Klage entweder fallen zu lassen oder aber zu begründen und dafür zu sorgen, dass Patiño einen fairen Prozess erhält.

Appelle bitte an:

Dr. Alan García Pérez
Presidente de la República del Perú
Jr. de la Unión S/N 1ra. Cuadra, Cercado de Lima, Lima, Peru
Anrede: Su Excelencia/ Your Excellency
 
Minister of Justice
Dra. Rosario Fernández Figueroa
Ministra de Justicia
Ministerio de Justicia, Scipión LLona N° 350, Miraflores, Lima, Peru
Anrede: Señora Ministra/Dear Minister
 
Human Rights Ombudsman
Dra. Beatriz Merino
Director
Defensoría del Pueblo
Jirón Ucayali 388, Lima-Perú
 
Möglicherweiser ist es sinnvoller, die Appelle an die peruanische Botschaft im eigenen Land zu schicken.
Melissa Rocío Patiño Hinostroza
Peru

Im Februar 2008 wurde die junge peruanische Dichterin und Betriebswirtschaftsstudentin Melissa Rocío Patiño Hinostroza wegen Unterstützung terroristischer Aktivitäten vor Gericht gestellt. Die Anklage beruht auf ihrer vermeintlichen Mitwirkung bei einer linken politische Organisation, die laut Regierung in Kontakt mit terroristischen Vereinigungen steht.

Die zwanzigjährige Patiño ist Mitglied des „Círculo del Sur“, einer Dichtergruppe in Lima, und leitet eine Lyriksendung im Radio und verschiedene kulturelle Aktivitäten für junge Leute. Als sie am 29. Februar 2008 von einer Konferenz in Ecuador zurückkehrte, die von der Coordinadora Continental Boliviariana (CCB) organisiert worden war, wurde sie verhaftet. Da die peruanische Regierung in der CCB eine Verbindung zum Terrorismus sieht, warf man Patiño Komplizenschaft vor. Die Dichterin leugnet, politisch aktiv zu sein, und behauptet, sie haben den Kongress als Gelegenheit genutzt, nach Ecuador reisen zu können.

Patiño wurde beinahe zweieinhalb Monate lang im Hochsicherheitsgefängnis in Chorrillos, Lima festgehalten. Nach unseren Informationen wurde sie mit verurteilten Verbrechern eingesperrt, blieb teilweise zwanzig Stunden täglich ohne Radio oder Fernsehen allein in ihrer Zelle, durfte nicht auf den Hof oder mit anderen Gefangenen sprechen, konnte nur einmal wöchentlich Besuch von ihrer Familie erhalten und hatte nur sehr eingeschränkten Zugang zu einem öffentlichen Telefon.

Am 8. Mai wurde Patiño aus dem Hochsicherheitsgefängnis für eine Kaution von umgerechnet 240 Euro entlassen und wartet seit Monaten auf ihren Prozess, der ihr bei einer Verurteilung bis zu zwanzig Jahre Gefängnis einbringen kann. Bis heute hat die Staatsanwaltschaft jedoch keinerlei Beweise präsentiert, die die Klage untermauern. PEN fordert daher von der peruanischen Regierung, die ursprüngliche Klage entweder fallen zu lassen oder aber zu begründen und dafür zu sorgen, dass Patiño einen fairen Prozess erhält.

Appelle bitte an:

Dr. Alan García Pérez
Presidente de la República del Perú
Jr. de la Unión S/N 1ra. Cuadra, Cercado de Lima, Lima, Peru
Anrede: Su Excelencia/ Your Excellency
 
Minister of Justice
Dra. Rosario Fernández Figueroa
Ministra de Justicia
Ministerio de Justicia, Scipión LLona N° 350, Miraflores, Lima, Peru
Anrede: Señora Ministra/Dear Minister
 
Human Rights Ombudsman
Dra. Beatriz Merino
Director
Defensoría del Pueblo
Jirón Ucayali 388, Lima-Perú
 
Möglicherweiser ist es sinnvoller, die Appelle an die peruanische Botschaft im eigenen Land zu schicken.

Vorhergehende Fälle

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