Autoren-Magazin

Unabhängige, kritische Informationen von Manfred Plinke für Autoren mit aktuellen News, Meinungen, Tipps, Seminaren, Adressen.
Zitat des Tages: »Die Debütantinnen werden wie Models für den schnellen Erfolg aufgebaut, aber das zweite Buch bespricht keiner mehr.« – Isolde Schaad

Verlagswörterbuch


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A

Abhandlung
Kurze, meist wissenschaftliche Darstellung.
Abkürzungen
müssen verständlich und bekannt sein. Bei zahlreichen Abkürzungen ist ein Abkürzungsverzeichnis nötig.
Abonnement
Vertrag über die Abnahme von Zeitungen, aber auch Buchreihen; sichert dem Verlag den Absatz.
Abriss
Knappe, übersichtliche Darstellung eines wissenschaftlichen Gebietes, auch kurze Inhaltsangabe.
Absatzhonorar
An verkaufte Auflage gekoppeltes ^Honorar.
Abzug
Probe- oder ^Korrekturabzug. Nach dem Verlagsrecht wird darunter auch ein vollständiges Exemplar eines Buches verstanden.
Addenda
Ergänzung zu einem Werk. Mit Druckfehlerverzeichnis: Addenda et Corrigenda.
Akkolade
Geschweifte Klammer.
Akzidenzdruck
Drucksachen in kleinen Auflagen, Prospekte, Karten etc., nicht Zeitungen, Bücher.
Allonge
Ausklappbare Tafel eines Buches.
Almanach
Früher Kalender und Jahrbuch, heute auch als Werbemittel: Verlagsalmanach mit Leseproben der Neuerscheinungen. Als Manuskript gedruckt Vermerk auf ^Privatdrucken, die nicht im Buchhandel erhältlich sind und urheberrechtlich als nicht erschienen gelten.
Amtliche Drucke
Von Institutionen des öffentlichen Rechts herausgegebene Texte wie Gesetze, Verordnungen etc.; sie genießen keinen Urheberrechtsschutz.
Änderungsrecht
Durch das Verlagsrecht oder im Verlagsvertrag geregelter Umfang von Änderungen am Satz, ^Korrekturen.
Andruck
Probedruck, ^Korrekturen
Anmerkungen
Texterläuterungen am Schluss des Buches (Endnoten) oder als Fußnoten.
Annotation
Bibliothekarische Bezeichnung für Kurzcharakteristik eines Buches.
Anthologie
(griechisch: Blütenlese) Der Herausgeber sucht sich die Blüten aus verschiedenen Werken und meist mehrerer Autoren als eine Auswahl zu einer bestimmten Thematik aus.
Antikritik
Viel zu wenig praktiziert: Erwiderung auf eine Rezension.
Antiqua
Oberbegriff für Serifenschriften. Bücher und Periodika werden heute überwiegend in Antiqua-Schriften (Garamond, Bembo, Sabon etc.) gesetzt.
Antiquariat
Handel mit alten Büchern oder neuen, preisbindungsfreien, z. B. verramschten Titeln, die im ^Modernen Antiquariat zu finden sind.
Arbeitstitel
Vorläufi ger Titel eines Werkes, z. B. im Verlagsvertrag.
Audiovisuelle Medien
Akustisch-optische Medien wie Film, Fernsehen, Videokassetten, ^Compact Disc
Auflage
Stückzahl des unveränderten Druckes eines Werkes, Druckauflage
Auftragendes Papier
Voluminöses Papier (^Volumen), wird bei Büchern mit geringer Seitenzahl zur Vergrößerung der Buchblockstärke eingesetzt.
Auflagenhonorar
^Absatzhonorar, ^Honorar.
Ausgabe erster Hand
Erste, vom Verfasser selbst betreute Ausgabe.
Ausgabe letzter Hand
Letzte, noch zu Lebzeiten des Verfassers von ihm betreute Ausgabe, die oft von der Erstausgabe erheblich abweicht.
Ausgangszeile
Letzte, meist nicht in voller Breite auslaufende Zeile eines Absatzes.
Ausgewählte Werke
Im Gegensatz zu ^Gesammelten Werken eines Autors.
Ausschnittdienste
Pressebeobachtungsdienste, die z. B. alle Rezensionen für einen bestimmten Titel oder Verlag sammeln.
Austreiben (auch: Ausbringen)
Text durch manuelle Silbentrennungen oder Spationierung so strecken, dass z. B. eine zusätzliche Zeile entsteht.
Auszeichnen
Satzvorbereitung von Manuskripten durch Anweisungen und Hinweise zu ^Layout, Schrift, Schriftgrad etc.
Autor (lat. Förderer, Schöpfer)
^Schriftsteller, Verfasser, ^Urheber eines Werkes der Literatur, aber auch der Bildenden Kunst und Ton-Kunst.
Autorenfragebogen
Von Verlagen erbetene biografische, bibliografi sche Informationen ihres neuen Autors.
Autorenhonorar
^Honorar.
Autorenverbände
Vertreten die Interessen der ihnen angeschlossenen Mitglieder ^Verband deutscher Schriftsteller (Verdi).
Autorisierte Ausgabe
Vom Autor autorisierter (freigegebener, genehmigter) Text.
Autor(en)korrektur
1. Korrekturlesen durch den Verfasser 2. Jede vom Verfasser in Abweichung vom Manuskript vorgenommene Korrektur des Satzes, X Änderungsrecht.
AV-Medien
^Audiovisuelle Medien
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B

Backlist
Alle lieferbaren Titel eines Verlags, außer den Neuerscheinungen.
BAG
Die Buchhändler-Abrechnungs-Gesellschaft mbH rechnet zentral zwischen Verlagen und Buchhändlern ab. Für die 5000 BAG-Mitglieder erübrigt sich die Führung einzelner Konten.
Bahnhofsbuchhandel
In Deutschland gab es (1999) 468 Geschäfte mit 634 Millionen DM Umsatz.
Band
Bei mehrteiligen Werken spricht man von Bänden im Sinne von Büchern.
Barsortiment
Buchgroßhandel, ^Grossist, mit regionalen Schwerpunkten unterhalten große Hintergrundlager, aus denen der Bucheinzelhandel, ^Sortiment, von einem auf den anderen Tag zu gleichen Konditionen beliefert wird. Die Bezeichnung Barsortiment geht auf die ursprüngliche, heute nicht mehr geltende Bedingung, nur gegen bar zu liefern, zurück.
Bauchbinde
Auch Buchbinde genannte Banderole, der zusätzlich um das Buch gelegt wird.
Bearbeitung
Veränderungen am Werk durch dritte Hand, z. B. wenn der Autor verstorben ist oder keine Neubearbeitung vornehmen will, der Verlag sich aber das Recht dazu im Vertrag gesichert hat.
Bedingtbezug
Bestellung des Buchhandels à condition (a.c.) oder in ^Kommission mit Rückgabe- oder ^Remissionsrecht (RR) bis zu einem festgesetzten Termin.
Beilage
Lose, in Büchern auch beigeheftete Tafeln, Karten etc.
Berufsbibliographie
Fachbibliographie für eine Berufsgruppe.
Beschnitt
Der ^Buchblock wird an drei (Fadenheftung) oder allen vier Seiten (Klebebindung) beschnitten. Erst nach dem Beschnitt lassen sich die einzelnen Seiten eines ^Druckbogens öffnen.
Besprechungsstücke
Freiexemplare für Besprechungen in Medien ^Rezension.
Bestenliste
Alternativ zur ^Bestsellerliste von der SWF-Literaturredaktion nach literarischen Gesichtspunkten herausgegebene Empfehlung.
Bestsellerliste
Z. B. die vom ^Buchreport für das Nachrichtenmagazin Der Spiegel ermittelte Liste der meistverkauften Bücher. 270 Buchhändler in Deutschland stellen anhand einer Liste mit etwa 80 Titeln eine Rangfolge von 1 bis 15 auf. Zusätzlich können 5 Titel eingetragen werden. Die Methode ist umstritten, aber etabliert. Die verkaufsfördernde Wirkung für die Top-Titel ist offenbar, wenn sie auch von manchen als Manipulation des Lesergeschmacks angesehen wird.
Bibliografie
Bücher- und Literaturverzeichnis.
Bibliografische Angaben
Zur Beschreibung eines Buchs gehören Titel, Untertitel, Verfasser, Herausgeber, Auflage, Erscheinungsort und -jahr, Verlag, Seitenzahl, Abbildungen, Format, Einband, Preis etc.
Bibliophile Bücher
werden für Sammler herausgegeben.
Bibliotheksabgabe/Bibliothekstantieme
wird von der ^VG Wort eingezogen und an Urheber verteilt.
Bibliothekseinband
Ästhetisch meist anspruchslose, aber sehr robuste Einbände für stark beanspruchte Bücher.
Bibliotheksrabatt
Abweichend vom preisgebundenen Ladenpreis gewähren Verlage Rabatte bei Bestellungen von Bibliotheken.
Bilderbücher
Kinderbücher für etwa 2- bis 7-jährige Kinder.
Bilderdruckpapier
Gestrichenes Papier, ideal für den hochwertigen Druck von Abbildungen.
Bildertitel
Illustrierter Titel.
Bildlegende
Erläuterung des Bildinhalts, Bildunterschrift.
Blatt
Kleinste, greifbare Einheit eines Buches mit zwei Seiten; auch für Zeitung verwendet.
Bleisatz
Durch Fotosatz abgelöstes Setzverfahren, bei dem metallische Lettern verwendet werden. Heute nur noch bei Liebhaberausgaben verwendet. ^Pressendruck.
Blindmuster
Manuell, mit Auflagenpapier gefertigter Stärkeband zur Beurteilung der Ausstattung und zur Bemaßung von Umschlag, Schutzumschlag oder Überzug.
Blindprägung
Ohne Farbe geprägte Flächen auf einemDeckenband.
Blindtext
Nur zu Layoutzwecken dienender Mustertext.
Blockieren
Durch deutlich sichtbare Blockaden (•••) im Satz wird auf eine fehlende Textstelle oder einen zu aktualisierenden Verweis aufmerksam gemacht.
Blocksatz
Rechts- und linksbündiges Ausrichten des Textes.
Bogen
Druckbogen.
Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel
Branchen Fachzeitschrift des ^Börsenvereins.
Börsenverein
des Deutschen Buchhandels Vereinigung deutscher Buchhändler und Verlage mit Sitz in Frankfurt a. M.
Broschur
Buchbinder-Fachausdruck für ein Druckprodukt mit Papieroder Kartonumschlag. Es gibt zahlreiche Broschurarten (z. B. Englische Broschur, Klappenbroschur)
Broschüre
Druckwerk von geringem Umfang, meist geheftet, auch als Werbebroschüre.
Bruch
Buchbinder-Falz
Bruttopreis
End-/Ladenverkaufspreis inkl. MwSt.
Buch
1. Ursprünglich die germanische Tafel aus Buchenholz, in die Schriftzeichen (Buchstaben) geritzt wurden. Jedes größere gebundene oder geheftete, geschriebene oder gedruckte Werk 2. Definition der UNESCO: Bücher sind nichtperiodische Publikationen mit einem Umfang von 49 Seiten oder mehr. 3. Bezeichnung einzelner Teile eines Schriftwerks (Bibel).
Buchausstattung
Sammelbegriff für die Gesamtgestaltung eines Buches bezieht sich auf Format, Schrift, Papier, Illustration, Einband etc.
Buchbesprechung
^Rezension
Buchbinde
^Bauchbinde
Buchblock
Die gesamten Seiten eines Buches.
Buchdecke
Buchdeckel und Buchrücken.
Buchdruck
Hochdruckverfahren, von ^Gutenberg entwickelt, erst ein halbes Jahrhundert später durch ^Offsetdruck weitgehend abgelöst.
Büchersammelverkehr
Die Auslieferung so genannter Verlags-Beischlüsse durch ^Barsortimente.
Büchersendung
Ermäßigte Postgebühr für Bücher.
Bücherwurm
1. Der gemeine Bücherwurm (Ptilinus pectinicornis) ist meist ein Klopfkäfer von 45 mm Länge, bevorzugt alte Bücher mit Holzdeckeln 2. Die gemeine Bücherlaus zerfrisst Bücher und Papier 3. Der gutartige Bücherwurm bevorzugt im Gegensatz zu den vorgenannten trockene, beheizte Räume. Während er ganze Bände verschlingt, bleiben sie doch meist unbeschädigt. Unarten dieser Spezies: Anmerkungen mit Kugelschreiber, Eselsohren, Rotweinflecken auf dem Umschlag.
Bücherzettel
Postkartengroßes Bestellformular im Buchhandel heute durch Bestellung via Computer weitgehend abgelöst.
Buchformat
Heute nach DIN-Papierformaten vereinheitlicht, z. B. DIN A5 = 148 x 210 mm. Früher nach Anzahl der Falzungen des Bogens und der sich daraus ergebenden Blätter bezeichnet, z. B. Oktav (8°) = 3^gefalzt = 8 Blätter bzw. 16 Seiten.
Buchgemeinschaft
Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts gibt es Buchgemeinschaften, die an ihre Mitglieder im Abonnement und auf dem Versandweg Bücher verkaufen. In Deutschland gibt es ein Dutzend Buchgemeinschaften mit sieben Millionen Mitgliedern.
Buchgestaltung
Im Verlag durch den Hersteller, auch in Zusammenarbeit mit fremden Gestaltern entwickelte ^Buchausstattung.
Buchhandel
Traditionell Herstellender (= Verlage) und Verbreitender Buchhandel. Dieser gliedert sich in die Gruppe der Großhandels- (^Barsortiment, Buchgrossisten, Zwischenbuchhandel, Pressegrosso etc.) und Einzelhandelsunternehmen (Buchhandlungen, ^Sortimenter, Kaufhäuser, Antiquariate, ^Bahnhofsbuchhandlungen, Presseeinzelhandel, ^Buchgemeinschaften, Versandbuchhandlungen).
Buchhändler-Abrechnungs-Gesellschaft
^BAG
Buchlaufkarte
Liegt Büchern bei, enthält bibliografi sche Angaben und dient u.a. der Nachbestellung.
BuchMarkt
Branchenmagazin, erscheint monatlich in Düsseldorf.
Buchkaufhaus
Erst seit den 80er Jahren in Deutschland zunehmend von Bedeutung, mit großen Verkaufsfl ächen von dreitausend Quadratmetern und 100.000 Titeln und mehr vorrätig.
Buchmessen
Jährlich im Herbst in Frankfurt a.M., die bedeutendste Buchmesse der Welt, im Frühjahr in Leipzig und zweijährlich die ^Minipressen-Messe in Mainz.
Buchobjekte
Künstlerisch verfremdete Bücher.
Buchreport
Wöchentlich erscheinendes Branchenmagazin, verbandsunabhängig, erscheint in Dortmund. Buchreport ermittelt auch ^Bestsellerlisten.
Buchumschlag
Umschlag bei einer Broschur oder ^Schutzumschlag bei einem Deckenband.
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C

Chromopapier
Gestrichenes Papier für Kunstdrucke, Cromolu^beidseitig hochglänzend, weiß für Umschläge.
Compact Disc
CD Speichermedium auch für Texte und ^Audiovisuelle Medien. Ein 20-bändiges Lexikon lässt sich auf einer CD-ROM (Compact Disc Read Only Memory) speichern, angereichert mit Film und Ton und über Computer abspielen, mit direktem, schnellen Zugriff.
Copyright
Urheber- und Verlagsrecht der USA, Copyright-Vermerk: © mit Urheber- oder Verlagsname und Jahr der Erstveröffentlichung.
Cover
Umschlag ^Hardcover.
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D

Datenbank
Sammlung elektronisch gespeicherter Daten, auch von Verlagen als CD ROM angeboten, z. B. umfangreiche wissenschaftliche Werke. Datenbanken sind urheberrechtlich geschützt.
Daumenregister
Stufenartig ausgestanzte Griffstellen eines Buches.
Deckungsauflage
Zahl der Bücher, die ein Verlag verkaufen muss, um die Herstellungskosten inkl. Honorar zu decken. Erst danach trägt der Titel zur Deckung der allgemeinen Verlagskosten und danach zum Verlagsgewinn bei.
Deleatur
Korrekturanweisung: Es werde entfernt.
Desktop Publishing (DTP)
Publizieren (kleiner Auflagen) mit PC und Drucker vom Schreibtisch aus. ^Publishing on Demand.
Deutsche Bibliothek In Frankfurt
(und die ^Deutsche Bücherei in Leipzig);sammelt das nach 1945 in Deutschland erschienene Schrifttum, gibt auch die Deutsche Nationalbibliografie heraus und gibt bibliografische Auskünfte.
Deutsche Bücherei In Leipzig
(gehört zur ^Deutschen Bibliothek); sammelt seit 1913 das gesamte deutschsprachige Schrifttum.
Deutsches Jahrbuch für Autoren, Autorinnen
Handbuch für Schriftsteller und Verleger: »Branchenhandbuch« (Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel).
Dienstleisterverlag
ein Oxymoron, eine in sich widersprüchliche Wortkombination: Ein Dienstleister wird bezahlt, ein Verlag legt alles vor, auch das Autorenhonorar.  ^Druckkostenzuschussverlag , ^Pseudoverlag, ^Vanity Press.
Dissertation
Wissenschaftliche Abhandlung (die normalerweise gedruckt vorgelegt werden muss) zur Erlangung der Doktorwürde.
Drahtheftung
Klammerheftung, Bindeverfahren.
Druckbogen
Meist passen auf eine Druckform 8 Seiten, also 16 Buchseiten auf einen beidseitig bedruckten Bogen. Für ein Buch mit 160 Seiten werden 10 Druckbogen ^Auflagenhöhe benötigt.
Druckfehler
Sind meist Setzfehler.
Druckkostenzuschussverlag
Fälschlicherweise gebrauchter Begriff für Unternehmen, die sich vom Autor dafür bezahlen lassen, dass sie sein Werk drucken, aber meist weit mehr als einen Zuschuss zu den Druckkosten nehmen. ^Dienstleisterverlag ^Pseudoverlag ^Vanity Press.
DTP
^Desktop Publishing
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E

EAN-Strichcode
Die European Article Number auf der vierten Umschlagseite ermöglicht es, das Buch mit dem Scanner zu identifi zieren, zu berechnen und den Verkauf zu registrieren für Nachbestellungen, wie bei anderen Produkten.
Editio castrata
Auch: expurgata, von anstößigen Textstellen gereinigte Ausgabe.
Edition
Ausgabe, vor allem bei Neuausgabe klassischer Texte, aber auch Reihenbezeichnung eines Verlages.
Einheitsaufnahme
Bibliografische Beschreibung eines Buches.
Einkaufszentrale der Öffentlichen Bibliotheken (ekz)
in Reutlingen; empfiehlt, kauft ein und beliefert Bibliotheken.
Einstampfen
Um zart besaiteten Autoren die unangenehme Nachricht übermitteln zu können, was mit ihrem unverkäuflichen Buch geschieht, bevorzugen einfühlsame Verleger: ^makulieren.
Erstausgabe
Die erste im Buchhandel erschienene Ausgabe eines Buches.
Erst-Autor
Debütant.
Exlibris
Im vorderen Buchdeckel eingeklebter, oft gestalteter Zettel mit dem Namen des Besitzers, dazu gelegentlich Motto, Vers oder Illustration.
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F

Fachbuch
Buch zu einem speziellen Fachgebiet, für eine bestimmte Berufsgruppe.
Faction
Englischer Begriff für Romane, die eine Mischung aus Facts und ^Fiction enthalten.
Fadenheftung
Relativ teures Bindeverfahren, bei dem eine stabile Verbindung einzelner Lagen oder Bogen zum Buchblock mittels Faden erzielt wird.
Fahne, Fahnenabzug
nicht umbrochener Korrekturabzug.
Fahnenkorrektur
X Änderungsrecht.
Festschrift
Zu Jubiläen von Firmen, Organisationen, zur Würdigung von Persönlichkeiten.
Fiction
Englisch für dichterische, schöngeistige Literatur, im Gegensatz zu ^Non-fiction.
Flattersatz
links- oder rechtsbündig angeordneter Satz mit ungleichmäßig auslaufenden Zeilen, im Gegensatz zu ^Blocksatz.
Flexibler Einband
Biegsamer Deckel, besonders bei Dünndruck und Taschenbuch-Ausgaben.
Fliegendes Blatt
^Vorsatz.
Flugblatt
Einblattdruck, mehrere Blätter: Flugschrift oder ^Pamphlet.
Foliant
Buch im Folioformat (2°) ab 35 cm Rückenhöhe
Fortdruck
Druckereien bieten Fortdruck über die Grundauflage hinaus zum günstigeren Preis an.
Freie Benutzung
Wenn Inhalt und Form eines Werkes wesenhaft verändert werden, kann nach dem Urheberrecht die Veröffentlichung ohne Zustimmung des Urhebers der Vorlage erfolgen, z. B. Parodie.
Freistücke
Der Autor erhält gemäß Verlagsgesetz oder -vertrag eine bestimmte Zahl von Exemplaren seines Druckwerkes ohne Berechnung.
Frontispiz
Illustration oder Autorenporträt auf der dem Haupttitel gegenüberliegenden Buchseite.
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G

Garantie-Honorar
Der Spatz im Verlagsvertrag, der manchem Autor lieber ist als die verkaufsabhängige Taube, die meist auch noch ein mageres Brüstchen hat. ^Honorar.
Geleitwort
Einleitung, Vorwort.
Gemeinfreie Werke
sind für jedermann frei zur Veröffentlichung, da ihre ^Schutzfrist nach dem ^Urheberrecht abgelaufen ist. Bei Verlegern beliebt, da nicht nur honorarfrei, sondern auch autorenärgerfrei.
Gesammelte Werke
Teilausgabe aus einem Gesamtwerk, jedoch manchmal gleichbedeutend mit ^Gesamtausgabe.
Gesamtausgabe
Zusammenstellung einzelner, in sich vollständiger Werke, die ein Bild vom Schaffen des Autors geben. Es können verschiedene Gesamtausgaben nebeneinander bestehen.
Gestrichenes Papier
Durch Oberflächenveredelung besonders glatte und opake Papiere, die für die detailgetreue Wiedergabe von Abbildungen verwendet werden.
Glossar
Verzeichnis ungewöhnlicher, erklärungsbedürftiger Ausdrücke am Schluss des Buches.
Goldschnitt
Fast nur noch bei alten Büchern zu fi ndende Vergoldung des Buchschnitts.
Graudrucke
Zusammenfassende Bezeichnung für ^Privatdrucke, Firmendrucke etc., die nicht im Buchhandel erhältlich sind.
Gutenberg, Johann (1400–1468)
hat den Buchdruck mit beweglichen Lettern eingeführt.
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H

Halbleder
Einband mit Lederrücken, evtl. auch Lederecken.
Halbleinen
Einband mit Leinenrücken.
Handbibliothek
Die für einen Benutzer wichtigsten (Fach-) Bücher und Nachschlagewerke.
Handpresse
Für kleine Auflagen, früher auch Andruckpresse für Bleisatz.
Hardcover
Fester Einband bei Büchern im Gegensatz zu ^Softcover bei Taschenbüchern.
Herausgeber
Bei Buchreihen, Sammelwerken ist der Herausgeber der Schöpfer der Idee und ihr Betreuer. ^Edition.
Herstellender Buchhandel
^Verlag.
Herstellungskosten
eines Buches sind alle direkt zurechenbaren Kosten wie Satz, Papier, Druck, Buchbindung und Gestaltung.
Holzfreie Papiere
haben einen Holzschliffgehalt von bis zu 5% und vergilben daher nicht. Sind meist auch alterungsbeständig.
Holzhaltige Papiere
haben einen Holzschliffgehalt von 6% und mehr, z. B. Zeitungspapier bis zu 85%. Neigen zum Vergilben und sind nicht alterungsbeständig.
Honorar
Man unterscheidet auflagenabhängige oder umsatzbezogene Honorare und feste ^Pauschalhonorare. Die Honorarsätze bewegen sich zwischen 5 und 8% bei Taschenbüchern, um 10% bei Hardcover-Titeln, bis zu 16% für Bestsellerautoren.
Hörbücher
Literarische Tonträger, von Schauspielern, auch von begabten Autoren als Lesung besprochene Audiokassetten.
Hurenkind
^Ausgangszeile eines Absatzes, die auf die nächste Seite gerutscht ist.
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I

Imprint
Druckvermerk. Auch als Reihentitel mit dem Imprint des Originalverlags, z. B. Beck-Texte im dtv, versehen. Auch anderer Verlagsname in großem Verlag.
Index
1. Alphabetisches Verzeichnis, Register, meist am Ende des Buches. 2. Liste verbotener Bücher. ^Zensur.
Indizierte Bücher
(und andere Medien), deren Verbreitung eingeschränkt ist ^Jugendmedienschutz.
Initialex
Durch Schriftgröße, Verzierung, Farbe etc. hervorgehobener Anfangsbuchstabe eines Kapitels.
ISBD
International Standard Bibliographic Description, Koordination bibliografischer Angaben.
ISBN
Internationale Standard-Buch-Nummer: Zehnstellige Nummer (Gruppen-, Verlags-, Buchnummer und Prüfziffer).
ISSN
International Standard Serial Number wie ISBN, jedoch für Zeitschriften.
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J

Jugendmedienschutz
Die Bundesprüfstelle veröffentlicht regelmäßig die auf den ^Inde^gesetzten jugendgefährdenden Schriften, die nicht ausgestellt oder an Jugendliche unter 18 Jahren verkauft werden dürfen. Auch bekannte Verlagshäuser veröffentlichen solche Bücher. ^Zensur.
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K

Karton
Papier von mindestens 150 g Papiergewicht (Postkartenkarton) bis etwa 600 g, darüber: Pappe Klappentext Werblicher Text auf dem Schutzumschlag über den Inhalt des Buches und seinen Autor.
Klebebindung
Bindeverfahren, bei dem der beschnittene Buchblock am Rücken aufgeraut oder aufgefäst und mittels Kalt- oder Heißleim »geklebt« wird.
Kleinverlage
Verlage mit wenigen Titeln und Mitarbeitern und geringem Umsatz ^Mini-Verlag.
KNV
Koch, Neff & Volckmar, Stuttgart ^Barsortiment = Buchgroßhandel.
Kollationieren
1. Vergleichen von Manuskript/Urausgabe mit späteren Ausgaben 2. Begriff aus dem Antiquariatshandel: Prüfen der Vollständigkeit von Seiten, Tafeln etc. 3. Prüfen der Vollzähligkeit der zu bindenden Bogen eines Buches.
Kolumnentitel
Der Orientierung des Lesers dienende Kopfzeilen in Fach und Sachbüchern (= lebender Kolumnentitel); in der Belletristik ist nur Seitenzahl üblich (= toter Kolumnentitel).
Kommissionsbuchhandel
Liefert im Namen und für Rechnung von Verlagen an Buchhandlungen, im Gegensatz zum Großhandel. ^Barsortiment.
Kompendium
Handbuch, Leitfaden, Abriss eines wissenschaftl. Gebiets.
Konvolut
Begriff aus dem Antiquariatsbuchhandel: Anzahl von Büchern, die zusammen für einen Gesamtpreis verkauft werden.
Korrekturabzug
Abzug in Form von ^Fahnen oder umbrochenen Seiten zum Verbessern evtl. Satzfehler. Gemäß Verlagsgesetz und üblicherweise Verlagsvertrag ist der Autor dazu verpfl ichtet und berechtigt, in bestimmten Grenzen ohne zusätzliche Kosten Korrekturen an seinem Text vorzunehmen.
Korrekturzeichen
Im Duden sind Korrekturnormen nach DIN 16511 mit Korrekturzeichen abgedruckt.
Kritik
Buchbesprechung in Zeitungen, Zeitschriften, im Radio und Fernsehen, anhand eines vom Verlag frei zur Verfügung gestellten Besprechungsexemplars mit Waschzettel.
Kritische Ausgabe
Neuausgabe eines Werkes, das von Entstellungen, Auslassungen etc. gekennzeichnet war und den Originaltext wiederherzustellen sucht.
Künstlerbücher
Handpressendrucke, Materialbücher, Collagenwerke mit künstlerischem Anspruch.
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L

Ladenverkaufspreis
In Deutschland unterliegen die meisten Bücher der ^Preisbindung. Vom Verlag festgesetzter Ladenpreis.
Laminierung
Überzug eines Buchdeckels mit einer matrten, glänzenden oder strukturierten Glanzfolie.
Laufrichtung
Papier hat, bedingt durch die Ausrichtung der Fasern auf dem Sieb der Papiermaschine, in der Laufrichtung eine höhere Steifigkeit und Festigkeit. In Büchern muss die Laufrichtung parallel zum Bund sein.
Layout
Gestaltung eines Druckwerks oder einer Seite.
Legende
Erläuterungen zu Abbildungen, Karten etc.
Lektor
(Leser) Verlagsmitarbeiter, der angebotene Manuskripte prüft, bearbeitet, kalkuliert und betreut. Er hält den Kontakt zum Autor über den Abschluss des Verlagsvertrags hinaus. Im Lektorat werden neue Buchreihen entwickelt, Lizenzen erworben und verkauft. Das Lektorat ist die wichtigste Abteilung eines ^Verlags.
Leporello
Zickzack-Falz eines kleinen Druckwerks.
Lesbarkeit
wird durch Schriftbild, Schriftgröße, Zeilenabstand, auch Zeilenlänge und Wortabstände bestimmt sowie von der Qualität des Druckes und des Papiers.
Leseexemplar
Vom Verlag an Buchhandlungen kostenlos versandte (früher ungebundene) kostenlose Exemplare eines Buches.
Leseförderung
^Stiftung Lesen.
Leseforschung
Hauptsächlich durch den Börsenverein des Deutschen Buchhandels veranlasste Untersuchungen.
Lesung
Meist lesen die (dafür nicht immer begabten) Autoren, z. B. in Buchhandlungen aus ihren Werken, was verkaufsfördernd sein soll.
Lexikon
Früher nur für Sprachwörterbuch gebraucht, heute allgemein für ^Nachschlagewerke.
Libri
Lingenbrink, Hamburg ^Barsortiment = Buchgroßhandel.
Liebhaberausgabe
Besonders ausgestattete Bücher in kleinen, oft limitierten Auflagen. ^Pressendruck
Ligatur
Verbindung von zwei oder drei Buchstaben zu einer schriftästhetischen Buchstabenkombination (z. B. bei fi , ff, fl , ffi , ffl ).
Limitierte Ausgabe
Zahlenmäßig begrenzte Auflage, meist im Buch nummeriert und signiert.
Literatur
Überbegriff für die Gesamtheit fi xierten Schrifttums, sowohl Sachliteratur wie auch schöngeistige Literatur betreffend. Manchmal auch wertend gebraucht für anspruchsvolle dichterische, künstlerische Werke.
Literaturagentur
Makler zwischen Autor und Verlag sowie zwischen ausländischen und inländischen Verlagen. Sie bezieht ein Erfolgshonorar für vermittelte Leistungen in Prozent vom Autorenhonorar oder dem Wert der Lizenz.
Literaturpreise
Wichtige Förderung von Autoren, selten Verlagen, durch Auszeichnungen, verbunden mit Geldpreisen, Stipendien, gestiftet von öffentlichen Einrichtungen, Unternehmen, literarischen Institutionen und Privatleuten
Literaturverzeichnis
Liste der verwendeten Literatur, Zitate etc. am Schluss eines Buches.
Lizenzvertrag
Vertrag über die Herausgabe eines Werkes, dessen Rechte z. B. ein Verlag hält, der einem anderen, beispielsweise im Ausland oder einem Taschenbuch-Verlag, das Recht zur Veröffentlichung einräumt. Longseller Buch mit hohem Absatz über längere Zeit im Gegensatz zum kurzfristig erfolgreichen ^Bestseller.
Loseblattwerke
Fortlaufende Sammelwerke, für die der Abonnent eine Grundausstattung, etwa einen Ringbuchordner, und die aktuellen Ergänzungen vom Verlag erhält, die blattweise berechnet werden; häufig bei juristischen Werken.
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M

Makulieren
Makulatur: Unbrauchbares Papier in der Druckerei oder im Verlag, auch Bücher, die nicht mehr verkauft werden können. ^Verramschen ^Einstampfen.
Manuskript
Handschrift, Begriff für nicht gedrucktes Werk, auch wenn es maschinegeschrieben (Typoskript) oder computergedruckt ist.
Manuskriptvorbereitung
Vor dem Satz erforderliche Arbeiten, Korrekturen, Klarstellungen, Satzauszeichnungen.
Marmoriertes Papier
Früher für Buchdeckelbezug verwendetes ornamentales Buntpapier.
Maschinenglattes Papier
Wird wegen der rauen Oberfläche für Bücher ohne Abbildungen (für die man meist ^gestrichenes Papier braucht) verwendet. ^Werkdruckpapier.
Mini-Verlage
Verlage oft mit nur einem oder wenigen Titeln, mit interessanten, oft künstlerischen Werken, die meist nicht in großen Verlagen erscheinen könnten.
Minipressen
Messe Zweijährlich in Mainz stattfindende Messe. ^Messekatalog und ^Verzeichnis Lieferbarer anderer Bücher
Mittelfeine
Papiere Leicht holzhaltige Papiere.
Modernes
Antiquariat kauft Rest- und Ramschauflagen von Verlagen zu niedrigen Preisen auf, verkauft sie (als Großhandel) an Buchhandlungen.
Montage
Manuelle oder elektronische Herstellung der Druckform, Zusammenstellung der Seiten für den Druck.
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N

Nachschlagewerk
Wörterbuch ^Lexikon, heute oft auf CD-ROM.
Nationalbibliographie
^Deutsche Bibliothek.
Nebenrechte
Alle zusätzlichen Nutzungsrechte, z. B. neben der Buchveröffentlichung als Hauptrecht die Taschenbuchrechte, Übersetzungsrechte, Filmrechte etc.
Nettopreis
^Verlagsabgabepreis, also Ladenpreis abzüglich MwSt. abzüglich Buchhandelsrabatte.
Neuauflage
Der sowohl veränderte wie auch unveränderte Neudruck der ersten Veröffentlichung eines Werkes. Die meisten Bücher erleben nur die Erstauflage.
Neuerscheinung
Erstauflagen wie Neuauflagen sind Neuerscheinungen.
Non-books
Alles außer Bücher, was der Buchhandel sonst anbietet (T-Shirts, Drucke, Karten etc).
Non-fiction
Sachbücher im Gegensatz zu ^Fiction, Belletristik.
Normvertrag
^Verlagsvertrag
Nutzungsrecht
Im ^Verlagsgesetz oder Vertrag geregelte Übertragung von Haupt- und/oder ^Nebenrechten.
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O

Offizin
Vor allem früher gebrauchte Bezeichnung für Druckerei.
Offsetdruck
Indirektes Flachdruckverfahren, das den ^Buchdruck abgelöst hat. Man unterscheidet maschinen- bzw. verfahrensbedingt zwischen Kleinoffset, Bogenoffset und Rollenoffset.
Oktav
Bezeichnung für ein Buchformat von bis zu 25 cm Höhe. ^Buchformat.
Online-Publishing
Informationsbereitstellung eines Verlages über Datennetze.
Opazität
Fachbegriff für die »Undurchsichtigkeit« von Papier. Holzhaltige und gestrichene Papiere haben eine hohe Opazität.
Originalausgabe
Die vom Urheber bestimmte erste Ausgabe seines Werkes.
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P

Pagina
Seitenzahl, auch: toter Kolumnentitel
Paginieren
Mit Seitenzahlen versehen, ungerade Ziffern rechts, beginnend mit der Schmutztitelseite.
Paperback
Kartoniertes Buch, außer am Preis kaum vom Taschenbuch unterscheidbar.
Papierformate
Nach DIN geordnete Maße, Formate.
Papiergewicht
Ausgedrückt in Gramm/m2, z. B. Schreibpapier 80 g/m2.
Partiebezug
Typisch 11/10 – bedeutet, der Verlag liefert 11 Exemplare eines Buches, berechnet aber nur 10. Dadurch steigt der Buchhändlerrabatt z. B. von 40 auf 45,45 Prozent.
Pauschalhonorar
Festhonorar als einmalige Abfindung für eine oder alle Auflagen eines Buches.
Pflichtexemplar
In Deutschland müssen von jedem gedruckten Buch zwei Exemplare an die ^Deutsche Bibliothek/Deutsche Bücherei und teilweise auch an Landesbibliotheken gesandt werden.
Piratenausgabe
^Raubdruck.
Plagiat
Widerrechtliche Verwertung der geistigen Schöpfung eines anderen; verletzt ^Urheberrecht.
Preisbindung
In Deutschland wurde die gesetzliche Preisbindung vor über 100 Jahren eingeführt und gilt seither mit einer Unterbrechung.
Pressendruck
Kleine Auflagen bibliophiler Werke von ^Mini-Verlagen, oft in Bleisatz, besondere Typographie, auch mit Original-Druckgraphik. Meist limitiert/signiert.
Printmedien
Alle gedruckten Medien, Zeitungen, Zeitschriften, Bücher etc.
Privatdrucke
Nicht über den Buchhandel verbreitete Drucke von Privatpersonen, Vereinen etc., die von diesen auch voll bezahlt sind.
Pseudoverlag
Unternehmen für vom Autor bezahlte Drucke. Praktiziert die Umkehrung des Verlagsprinzips: Nicht der Verlag legt vor (Wortursprung von Verlegen), sondern der Autor. ^Vanity Press, auch als ^Druckkostenzuschussverlag bezeichnet. Üblicherweise werden die Bücher solcher Unternehmen kaum im Buchhandel angeboten. (Zulässige Aussage lt. OLG München Az 6 U 2250/09)
Publishing on demand
Der ^Digitaldruck ermöglicht Verlegen entsprechend der Nachfrage.
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Q

Quart
Buchformat (40) bis 35 cm Rückenhöhe, z. B. für Tafelbände.
Quellenangabe
Bei ^Zitaten verlangt das Urheberrecht deutliche Kennzeichnung und Quellenangabe.
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R

Ramsch
^Verramschen
Raubdruck
Unautorisierter, illegaler Druck eines schon erschienenen Werkes.
Redaktion
Schriftleitung. Im Buchwesen auch: ^Herausgeber, Editor. Redigieren Redaktionsarbeit im engeren Sinne: das stilistische und inhaltliche Überarbeiten eines Textes. ^Lektor.
Register
Sach-, Personen-, Ortsregister am Ende eines Buches mit Hinweis auf Seitenzahlen.
Reiserabatt
Höherer Buchhändlerrabatt, wenn beim Verlagsvertreter bestellt wird.
Remissionsrecht
Rückgaberecht auch bei Bestellungen als »fest mit RR« bezeichnet. Bei Büchern, die häufig aktualisiert werden, sind Umtausch und Lieferung der neuen Ausgabe üblich. Verlage vereinbaren mit ihren wichtigen Buchhandelskunden oft spezielle Jahreskonditionen, zu denen auch das Remissionsrecht zählt.
Remittenden
Zurückgesandte Bücher, CDs etc.
Remittendenkonditionen
Üblicherweise trägt der die Portokosten, bei dem der Grund für die Rückgabe liegt, also die Buchhandlung, wenn sie ihr Lager verringern will oder der Verlag, wenn es sich um ein Mängelexemplar handelt.
RR
^Remissionsrecht
Reprint
Unveränderter Nachdruck eines (meist älteren vergriffenen) Werkes.
Restauflage
Schwerverkäuflicher Bestand eines Titels im Verlag, der preiswert abgegeben oder ^verramscht wird.
Rezension
Buchkritik, urteilende Besprechung im redaktionellen Teil der Medien. ^Kritik.
Rezensionsexemplar
Kostenlos den Redaktionen zur Besprechung zugesandte Neuerscheinung.
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S

Sachbuch
Alle nicht schöngeistigen Werke, ^Nonfiction, wobei man noch in wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Werke und in zahlreiche Untergruppen aufgliedern kann. 85 % der Neuerscheinungen sind nicht-belletristische Werke.
Sammelrevers
Juristische Bezeichnung des Vertrags über die Einhaltung der ^Preisbindung zwischen Verlagen und Buchhändlern.
Satzanweisung
Angaben des Verlagsherstellers, wie ein Text gesetzt werden soll (Schrift, Schriftgröße, Satzspiegelmaße etc.).
Schlagwortkatalog
Verzeichnis von Buchtiteln unter bestimmten Stichwörtern, im Buchhandel gebräuchliche Nachschlagewerke in Buchform oder als CD. ^VLB.
Schmutztitel
Da Bücher dem Käufer ursprünglich ohne Umschlag / Einband geliefert wurden (das Einbinden veranlasste dieser selbst), musste die erste Seite »Schutz vor Schmutz« bieten und gleichzeitig Angaben zu Autor und Titel enthalten.
Schriftsteller
Früher eher auf Verfasser schöngeistiger Prosawerke, nicht auf Poeten, angewandt. ^Autor.
Schutzfrist
In Deutschland 70 Jahre ^Urheberrecht
Schutzumschlag
Gestalteter, um den Einband eines ^Hardcovers gelegter Papierumschlag.
Selbstverlag
Vom Autor gegründeter Verlag, in dem seine Werke erscheinen; Ausgangspunkt mancher ^Mini-Verlage.
Sigeln
Aufnahme von Buchtiteln im ^VLB oder in Barsortimentskatalogen mit Hinweis auf den Zwischenbuchhandel, der das Werk führt.
Signatur
Im Beschnitt stehende Kennzeichnung von Druckbögen durch die Druckerei.
Signet
Drucker- und Verlegerzeichen.
Skript
Manuskript, meist: Drehbuch
Sonderdruck
Auszug aus einem größeren Werk
Sortiment
^Buchhandel.
Steadyseller
^Longseller.
Stiftung Buchkunst
Führt den jährlichen Wettbewerb »Die schönsten Bücher« durch. Träger sind gemeinsam der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und die Deutsche Bibliothek.
Stiftung Lesen
Aufgabe: Leseförderung, vor allem bei der Jugend.
Subskription
Bei Vorausbestellung eines (oft mehrbändigen, teuren) Werkes erhält der Besteller einen Rabatt. Das Angebot erlischt bei Erscheinen. Ermöglicht dem Verlag eine genauere Kalkulation ^Abonnement. Der Vorausbestellpreis ist auch ein Marketinginstrument.
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T

Taschenbücher
gibt es seit dem 19. Jahrhundert (Tauchnitz Edition, später Reclam). Sie wurden nach dem Krieg durch rororo-Taschenbücher, denen Fischer u.a. folgten, populär. Sie haben Kartoneinbände und sind preiswert, die Herstellungskosten niedrig, ebenso die Autoren-Honorare. Früher eher als Lizenzauflagen, erscheinen heute viele Titel als Originalausgaben in Taschenbuchverlagen. Etwa 15% aller Neuerscheinungen sind Taschenbücher, zur Hälfte Erstauflagen. Die Hälfte aller Taschenbücher sind belletristische Titel.
Titel
Die Benennung eines Buches, aber auch das Werk selbst.
Titelbild
1. Abbildung auf dem Umschlag, besonders bei Taschenbüchern 2. ^Frontispiz.
Titelei
Alle Seiten vor dem eigentlichen Textbeginn.
Titelschutz
Im Markengesetz (§§ 5, 15) ist der Schutz von Buchtiteln geregelt.
Typoskript
Maschinengeschriebenes ^Manuskript.
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U

Umbruch
Der zunächst endlos gesetzte Satz wird zu fertigen Seiten aufgebaut, d.h. umbrochen.
Umsatzsteuer
Für Bücher gilt der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7%.
Unveränderte
Neuauflage Nachdruck der Erstauflage ohne Änderungen.
Urheber
Der Schöpfer eines Werkes. ^Autor.
Urheberrecht
Schützt das Eigentum an geistigen Werken.
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V

Vanity Press
Unternehmen, die sich vom Autor (Vanity = Eitelkeit) den Druck seines Werks bezahlen lassen. ^Pseudoverlag
Verbreitender Buchhandel
Alle Formen des Buchhandels, ^Sortiments-, Bahnhofs-, Warenhaus-, Versandbuchhandel etc.
Verfasser
^Urheber, ^Autor eines Werkes.
Verfasserwerke
Bücher mit mehreren auf dem Titel genannten Verfassern.
Vergriffen
Vom Verlag nicht mehr lieferbar.
Verkehrsnummer
wird von Verlagen und Buchhandel im Waren- und Zahlungsverkehr verwendet.
Verlag
Unternehmen, das das geschriebene Wort, Bild, Ton, Film auf verschiedenen Trägern wie Buch, Kassette, CD der Öffentlichkeit zugänglich macht. Der typische Verlag (kommt von Vorlegen) 1. zahlt dem Autor einen Vorschuss, 2. lässt das Buch drucken und 3. liefert auf Kredit an den Buchhandel. Seine charakteristischen Aufgaben sind die Programmerstellung, die Finanzierung und der Vertrieb. Verlage werden auch als Herstellender Buchhandel bezeichnet, womit die wesentlichen Funktionen – Herstellung und Verbreitung von Büchern – hervorgehoben werden. Mitglied des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels sind etwa 2000 Verlage.
Verlagsgesetz
Regelt als Ergänzung zum Urheberrecht das Rechtsverhältnis von Verlag und Autor, soweit nicht ein individueller ^Verlagsvertrag geschlossen wurde.
Verlagsvertrag
Vereinbarung zwischen Verleger und Autor über die Herausgabe eines Werkes. Zwischen dem Verband deutscher Schriftsteller und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels wurde ein Normvertrag vereinbart.
Verlagsvertreter
Repräsentiert meist größere Verlage, besucht den Buchhandel, stellt die Neuerscheinungen vor und versucht auch aus der ^Backlist zu verkaufen. Als Bestellanreiz gewährt er ^Reiserabatte.
Verramschen
^Makulieren. Sinkt der Absatz eines Werkes unter eine bestimmte Stückzahl im Jahr, sichert sich der Verlag im Verlagsvertrag das Recht, das Buch zu verramschen.
VG Wort
Verwertungsgesellschaft Wort, München, erhält von öffentlichen Büchereien die ^Bibliotheksabgabe, die sie an Verlage, Übersetzer und Autoren ausschüttet, die mit der VG Wort einen Vertrag (kostenfrei) abgeschlossen haben.
VLB
Verzeichnis Lieferbarer Bücher, herausgegeben von der Buchhändler Vereinigung als Kataloge und als CD-ROM mit über 800.000 lieferbaren Titeln.
VLS
Verzeichnis Lieferbarer Schulbücher Vorabdruck Auszüge aus einem demnächst erscheinenden Buch in Zeitungen oder Zeitschriften.
Vorsatz
Meist geripptes Papier, das den Einband eines Hardcovers mit dem Buchblock verbindet. Bei Broschuren seltener und dann auch nur als Gestaltungselement anzutreffen.
VS
Verband deutscher Schriftsteller in der Verdi-Gewerkschaft.
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W

Warenhausbuchhandel
Bucheinzelhandel in Warenhäusern, die oft auch Restauflagen, günstige Sonderauflagen verkaufen und durch viele Filialen zu den umsatzstärksten Buchhandlungen zählen.
Waschzettel
Pressetext – eher sachliche Information zu Werk, Autor, Verlag etc.
Werbender
Buch- und Zeitschriftenhandel verkauft hauptsächlich Zeitschriften von Tür zu Tür, wirbt gelegentlich auch Mitglieder für Buchgemeinschaften.
Werkdruckpapier
Meist geglättetes und gefärbtes Naturpapier, das sich primär für den Druck von Text und Volltonabbildungen eignet. Hochwertige Werkdruckpapiere ermöglichen aber auch den Druck von farbigen oder schwarzweißen Halbtonabbildungen.
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Z

Zeilenfall
Anordnung der Zeilen, zu beachten bei Titelsatz (Überschriften) und Flattersatz.
Zensur
Gibt es in Deutschland nicht, zumindest keine staatliche Zensur.
Zitat
Dem Nachdruckverbot steht eine eng begrenzte Zitierfreiheit gegenüber. Grundsätzlich erforderlich ist die ^Quellenangabe.
Zuschussexemplare
Verlage sind berechtigt, eine begrenzte Zahl von Büchern zusätzlich zur vereinbarten Auflage drucken zu lassen, um beschädigte oder fehlerhafte Exemplare auszugleichen.

Zuschussverlag ^Druckkostenzuschussverlag

Zwischenbuchhandel
Buchgroßhandel ^Barsortiment
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