Verlagswörterbuch
Ihre Vorschläge für zusätzliche Begriffe oder Änderungen sind willkommen!
autoren@autoren-magazin.de
| A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
A
- Abhandlung
- Kurze, meist wissenschaftliche Darstellung.
- Abkürzungen
- müssen verständlich und bekannt sein. Bei zahlreichen Abkürzungen ist ein Abkürzungsverzeichnis nötig.
- Abonnement
- Vertrag über die Abnahme von Zeitungen, aber auch Buchreihen; sichert dem Verlag den Absatz.
- Abriss
- Knappe, übersichtliche Darstellung eines wissenschaftlichen Gebietes, auch kurze Inhaltsangabe.
- Absatzhonorar
- An verkaufte Auflage gekoppeltes ^Honorar.
- Abzug
- Probe- oder ^Korrekturabzug. Nach dem Verlagsrecht wird darunter auch ein vollständiges Exemplar eines Buches verstanden.
- Addenda
- Ergänzung zu einem Werk. Mit Druckfehlerverzeichnis: Addenda et Corrigenda.
- Akkolade
- Geschweifte Klammer.
- Akzidenzdruck
- Drucksachen in kleinen Auflagen, Prospekte, Karten etc., nicht Zeitungen, Bücher.
- Allonge
- Ausklappbare Tafel eines Buches.
- Almanach
- Früher Kalender und Jahrbuch, heute auch als Werbemittel: Verlagsalmanach mit Leseproben der Neuerscheinungen. Als Manuskript gedruckt Vermerk auf ^Privatdrucken, die nicht im Buchhandel erhältlich sind und urheberrechtlich als nicht erschienen gelten.
- Amtliche Drucke
- Von Institutionen des öffentlichen Rechts herausgegebene Texte wie Gesetze, Verordnungen etc.; sie genießen keinen Urheberrechtsschutz.
- Änderungsrecht
- Durch das Verlagsrecht oder im Verlagsvertrag geregelter Umfang von Änderungen am Satz, ^Korrekturen.
- Andruck
- Probedruck, ^Korrekturen
- Anmerkungen
- Texterläuterungen am Schluss des Buches (Endnoten) oder als Fußnoten.
- Annotation
- Bibliothekarische Bezeichnung für Kurzcharakteristik eines Buches.
- Anthologie
- (griechisch: Blütenlese) Der Herausgeber sucht sich die Blüten aus verschiedenen Werken und meist mehrerer Autoren als eine Auswahl zu einer bestimmten Thematik aus.
- Antikritik
- Viel zu wenig praktiziert: Erwiderung auf eine Rezension.
- Antiqua
- Oberbegriff für Serifenschriften. Bücher und Periodika werden heute überwiegend in Antiqua-Schriften (Garamond, Bembo, Sabon etc.) gesetzt.
- Antiquariat
- Handel mit alten Büchern oder neuen, preisbindungsfreien, z. B. verramschten Titeln, die im ^Modernen Antiquariat zu finden sind.
- Arbeitstitel
- Vorläufi ger Titel eines Werkes, z. B. im Verlagsvertrag.
- Audiovisuelle Medien
- Akustisch-optische Medien wie Film, Fernsehen, Videokassetten, ^Compact Disc
- Auflage
- Stückzahl des unveränderten Druckes eines Werkes, Druckauflage
- Auftragendes Papier
- Voluminöses Papier (^Volumen), wird bei Büchern mit geringer Seitenzahl zur Vergrößerung der Buchblockstärke eingesetzt.
- Auflagenhonorar
- ^Absatzhonorar, ^Honorar.
- Ausgabe erster Hand
- Erste, vom Verfasser selbst betreute Ausgabe.
- Ausgabe letzter Hand
- Letzte, noch zu Lebzeiten des Verfassers von ihm betreute Ausgabe, die oft von der Erstausgabe erheblich abweicht.
- Ausgangszeile
- Letzte, meist nicht in voller Breite auslaufende Zeile eines Absatzes.
- Ausgewählte Werke
- Im Gegensatz zu ^Gesammelten Werken eines Autors.
- Ausschnittdienste
- Pressebeobachtungsdienste, die z. B. alle Rezensionen für einen bestimmten Titel oder Verlag sammeln.
- Austreiben (auch: Ausbringen)
- Text durch manuelle Silbentrennungen oder Spationierung so strecken, dass z. B. eine zusätzliche Zeile entsteht.
- Auszeichnen
- Satzvorbereitung von Manuskripten durch Anweisungen und Hinweise zu ^Layout, Schrift, Schriftgrad etc.
- Autor (lat. Förderer, Schöpfer)
- ^Schriftsteller, Verfasser, ^Urheber eines Werkes der Literatur, aber auch der Bildenden Kunst und Ton-Kunst.
- Autorenfragebogen
- Von Verlagen erbetene biografische, bibliografi sche Informationen ihres neuen Autors.
- Autorenhonorar
- ^Honorar.
- Autorenverbände
- Vertreten die Interessen der ihnen angeschlossenen Mitglieder ^Verband deutscher Schriftsteller (Verdi).
- Autorisierte Ausgabe
- Vom Autor autorisierter (freigegebener, genehmigter) Text.
- Autor(en)korrektur
- 1. Korrekturlesen durch den Verfasser 2. Jede vom Verfasser in Abweichung vom Manuskript vorgenommene Korrektur des Satzes, X Änderungsrecht.
- AV-Medien
- ^Audiovisuelle Medien
B
- Backlist
- Alle lieferbaren Titel eines Verlags, außer den Neuerscheinungen.
- BAG
- Die Buchhändler-Abrechnungs-Gesellschaft mbH rechnet zentral zwischen Verlagen und Buchhändlern ab. Für die 5000 BAG-Mitglieder erübrigt sich die Führung einzelner Konten.
- Bahnhofsbuchhandel
- In Deutschland gab es (1999) 468 Geschäfte mit 634 Millionen DM Umsatz.
- Band
- Bei mehrteiligen Werken spricht man von Bänden im Sinne von Büchern.
- Barsortiment
- Buchgroßhandel, ^Grossist, mit regionalen Schwerpunkten unterhalten große Hintergrundlager, aus denen der Bucheinzelhandel, ^Sortiment, von einem auf den anderen Tag zu gleichen Konditionen beliefert wird. Die Bezeichnung Barsortiment geht auf die ursprüngliche, heute nicht mehr geltende Bedingung, nur gegen bar zu liefern, zurück.
- Bauchbinde
- Auch Buchbinde genannte Banderole, der zusätzlich um das Buch gelegt wird.
- Bearbeitung
- Veränderungen am Werk durch dritte Hand, z. B. wenn der Autor verstorben ist oder keine Neubearbeitung vornehmen will, der Verlag sich aber das Recht dazu im Vertrag gesichert hat.
- Bedingtbezug
- Bestellung des Buchhandels à condition (a.c.) oder in ^Kommission mit Rückgabe- oder ^Remissionsrecht (RR) bis zu einem festgesetzten Termin.
- Beilage
- Lose, in Büchern auch beigeheftete Tafeln, Karten etc.
- Berufsbibliographie
- Fachbibliographie für eine Berufsgruppe.
- Beschnitt
- Der ^Buchblock wird an drei (Fadenheftung) oder allen vier Seiten (Klebebindung) beschnitten. Erst nach dem Beschnitt lassen sich die einzelnen Seiten eines ^Druckbogens öffnen.
- Besprechungsstücke
- Freiexemplare für Besprechungen in Medien ^Rezension.
- Bestenliste
- Alternativ zur ^Bestsellerliste von der SWF-Literaturredaktion nach literarischen Gesichtspunkten herausgegebene Empfehlung.
- Bestsellerliste
- Z. B. die vom ^Buchreport für das Nachrichtenmagazin Der Spiegel ermittelte Liste der meistverkauften Bücher. 270 Buchhändler in Deutschland stellen anhand einer Liste mit etwa 80 Titeln eine Rangfolge von 1 bis 15 auf. Zusätzlich können 5 Titel eingetragen werden. Die Methode ist umstritten, aber etabliert. Die verkaufsfördernde Wirkung für die Top-Titel ist offenbar, wenn sie auch von manchen als Manipulation des Lesergeschmacks angesehen wird.
- Bibliografie
- Bücher- und Literaturverzeichnis.
- Bibliografische Angaben
- Zur Beschreibung eines Buchs gehören Titel, Untertitel, Verfasser, Herausgeber, Auflage, Erscheinungsort und -jahr, Verlag, Seitenzahl, Abbildungen, Format, Einband, Preis etc.
- Bibliophile Bücher
- werden für Sammler herausgegeben.
- Bibliotheksabgabe/Bibliothekstantieme
- wird von der ^VG Wort eingezogen und an Urheber verteilt.
- Bibliothekseinband
- Ästhetisch meist anspruchslose, aber sehr robuste Einbände für stark beanspruchte Bücher.
- Bibliotheksrabatt
- Abweichend vom preisgebundenen Ladenpreis gewähren Verlage Rabatte bei Bestellungen von Bibliotheken.
- Bilderbücher
- Kinderbücher für etwa 2- bis 7-jährige Kinder.
- Bilderdruckpapier
- Gestrichenes Papier, ideal für den hochwertigen Druck von Abbildungen.
- Bildertitel
- Illustrierter Titel.
- Bildlegende
- Erläuterung des Bildinhalts, Bildunterschrift.
- Blatt
- Kleinste, greifbare Einheit eines Buches mit zwei Seiten; auch für Zeitung verwendet.
- Bleisatz
- Durch Fotosatz abgelöstes Setzverfahren, bei dem metallische Lettern verwendet werden. Heute nur noch bei Liebhaberausgaben verwendet. ^Pressendruck.
- Blindmuster
- Manuell, mit Auflagenpapier gefertigter Stärkeband zur Beurteilung der Ausstattung und zur Bemaßung von Umschlag, Schutzumschlag oder Überzug.
- Blindprägung
- Ohne Farbe geprägte Flächen auf einemDeckenband.
- Blindtext
- Nur zu Layoutzwecken dienender Mustertext.
- Blockieren
- Durch deutlich sichtbare Blockaden (•••) im Satz wird auf eine fehlende Textstelle oder einen zu aktualisierenden Verweis aufmerksam gemacht.
- Blocksatz
- Rechts- und linksbündiges Ausrichten des Textes.
- Bogen
- Druckbogen.
- Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel
- Branchen Fachzeitschrift des ^Börsenvereins.
- Börsenverein
- des Deutschen Buchhandels Vereinigung deutscher Buchhändler und Verlage mit Sitz in Frankfurt a. M.
- Broschur
- Buchbinder-Fachausdruck für ein Druckprodukt mit Papieroder Kartonumschlag. Es gibt zahlreiche Broschurarten (z. B. Englische Broschur, Klappenbroschur)
- Broschüre
- Druckwerk von geringem Umfang, meist geheftet, auch als Werbebroschüre.
- Bruch
- Buchbinder-Falz
- Bruttopreis
- End-/Ladenverkaufspreis inkl. MwSt.
- Buch
- 1. Ursprünglich die germanische Tafel aus Buchenholz, in die Schriftzeichen (Buchstaben) geritzt wurden. Jedes größere gebundene oder geheftete, geschriebene oder gedruckte Werk 2. Definition der UNESCO: Bücher sind nichtperiodische Publikationen mit einem Umfang von 49 Seiten oder mehr. 3. Bezeichnung einzelner Teile eines Schriftwerks (Bibel).
- Buchausstattung
- Sammelbegriff für die Gesamtgestaltung eines Buches bezieht sich auf Format, Schrift, Papier, Illustration, Einband etc.
- Buchbesprechung
- ^Rezension
- Buchbinde
- ^Bauchbinde
- Buchblock
- Die gesamten Seiten eines Buches.
- Buchdecke
- Buchdeckel und Buchrücken.
- Buchdruck
- Hochdruckverfahren, von ^Gutenberg entwickelt, erst ein halbes Jahrhundert später durch ^Offsetdruck weitgehend abgelöst.
- Büchersammelverkehr
- Die Auslieferung so genannter Verlags-Beischlüsse durch ^Barsortimente.
- Büchersendung
- Ermäßigte Postgebühr für Bücher.
- Bücherwurm
- 1. Der gemeine Bücherwurm (Ptilinus pectinicornis) ist meist ein Klopfkäfer von 45 mm Länge, bevorzugt alte Bücher mit Holzdeckeln 2. Die gemeine Bücherlaus zerfrisst Bücher und Papier 3. Der gutartige Bücherwurm bevorzugt im Gegensatz zu den vorgenannten trockene, beheizte Räume. Während er ganze Bände verschlingt, bleiben sie doch meist unbeschädigt. Unarten dieser Spezies: Anmerkungen mit Kugelschreiber, Eselsohren, Rotweinflecken auf dem Umschlag.
- Bücherzettel
- Postkartengroßes Bestellformular im Buchhandel heute durch Bestellung via Computer weitgehend abgelöst.
- Buchformat
- Heute nach DIN-Papierformaten vereinheitlicht, z. B. DIN A5 = 148 x 210 mm. Früher nach Anzahl der Falzungen des Bogens und der sich daraus ergebenden Blätter bezeichnet, z. B. Oktav (8°) = 3^gefalzt = 8 Blätter bzw. 16 Seiten.
- Buchgemeinschaft
- Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts gibt es Buchgemeinschaften, die an ihre Mitglieder im Abonnement und auf dem Versandweg Bücher verkaufen. In Deutschland gibt es ein Dutzend Buchgemeinschaften mit sieben Millionen Mitgliedern.
- Buchgestaltung
- Im Verlag durch den Hersteller, auch in Zusammenarbeit mit fremden Gestaltern entwickelte ^Buchausstattung.
- Buchhandel
- Traditionell Herstellender (= Verlage) und Verbreitender Buchhandel. Dieser gliedert sich in die Gruppe der Großhandels- (^Barsortiment, Buchgrossisten, Zwischenbuchhandel, Pressegrosso etc.) und Einzelhandelsunternehmen (Buchhandlungen, ^Sortimenter, Kaufhäuser, Antiquariate, ^Bahnhofsbuchhandlungen, Presseeinzelhandel, ^Buchgemeinschaften, Versandbuchhandlungen).
- Buchhändler-Abrechnungs-Gesellschaft
- ^BAG
- Buchlaufkarte
- Liegt Büchern bei, enthält bibliografi sche Angaben und dient u.a. der Nachbestellung.
- BuchMarkt
- Branchenmagazin, erscheint monatlich in Düsseldorf.
- Buchkaufhaus
- Erst seit den 80er Jahren in Deutschland zunehmend von Bedeutung, mit großen Verkaufsfl ächen von dreitausend Quadratmetern und 100.000 Titeln und mehr vorrätig.
- Buchmessen
- Jährlich im Herbst in Frankfurt a.M., die bedeutendste Buchmesse der Welt, im Frühjahr in Leipzig und zweijährlich die ^Minipressen-Messe in Mainz.
- Buchobjekte
- Künstlerisch verfremdete Bücher.
- Buchreport
- Wöchentlich erscheinendes Branchenmagazin, verbandsunabhängig, erscheint in Dortmund. Buchreport ermittelt auch ^Bestsellerlisten.
- Buchumschlag
- Umschlag bei einer Broschur oder ^Schutzumschlag bei einem Deckenband.
C
- Chromopapier
- Gestrichenes Papier für Kunstdrucke, Cromolu^beidseitig hochglänzend, weiß für Umschläge.
- Compact Disc
- CD Speichermedium auch für Texte und ^Audiovisuelle Medien. Ein 20-bändiges Lexikon lässt sich auf einer CD-ROM (Compact Disc Read Only Memory) speichern, angereichert mit Film und Ton und über Computer abspielen, mit direktem, schnellen Zugriff.
- Copyright
- Urheber- und Verlagsrecht der USA, Copyright-Vermerk: © mit Urheber- oder Verlagsname und Jahr der Erstveröffentlichung.
- Cover
- Umschlag ^Hardcover.
D
- Datenbank
- Sammlung elektronisch gespeicherter Daten, auch von Verlagen als CD ROM angeboten, z. B. umfangreiche wissenschaftliche Werke. Datenbanken sind urheberrechtlich geschützt.
- Daumenregister
- Stufenartig ausgestanzte Griffstellen eines Buches.
- Deckungsauflage
- Zahl der Bücher, die ein Verlag verkaufen muss, um die Herstellungskosten inkl. Honorar zu decken. Erst danach trägt der Titel zur Deckung der allgemeinen Verlagskosten und danach zum Verlagsgewinn bei.
- Deleatur
- Korrekturanweisung: Es werde entfernt.
- Desktop Publishing (DTP)
- Publizieren (kleiner Auflagen) mit PC und Drucker vom Schreibtisch aus. ^Publishing on Demand.
- Deutsche Bibliothek In Frankfurt
- (und die ^Deutsche Bücherei in Leipzig);sammelt das nach 1945 in Deutschland erschienene Schrifttum, gibt auch die Deutsche Nationalbibliografie heraus und gibt bibliografische Auskünfte.
- Deutsche Bücherei In Leipzig
- (gehört zur ^Deutschen Bibliothek); sammelt seit 1913 das gesamte deutschsprachige Schrifttum.
- Deutsches Jahrbuch für Autoren, Autorinnen
- Handbuch für Schriftsteller und Verleger: »Branchenhandbuch« (Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel).
- Dienstleisterverlag
- ein Oxymoron, eine in sich widersprüchliche Wortkombination: Ein Dienstleister wird bezahlt, ein Verlag legt alles vor, auch das Autorenhonorar. ^Druckkostenzuschussverlag , ^Pseudoverlag, ^Vanity Press.
- Dissertation
- Wissenschaftliche Abhandlung (die normalerweise gedruckt vorgelegt werden muss) zur Erlangung der Doktorwürde.
- Drahtheftung
- Klammerheftung, Bindeverfahren.
- Druckbogen
- Meist passen auf eine Druckform 8 Seiten, also 16 Buchseiten auf einen beidseitig bedruckten Bogen. Für ein Buch mit 160 Seiten werden 10 Druckbogen ^Auflagenhöhe benötigt.
- Druckfehler
- Sind meist Setzfehler.
- Druckkostenzuschussverlag
- Fälschlicherweise gebrauchter Begriff für Unternehmen, die sich vom Autor dafür bezahlen lassen, dass sie sein Werk drucken, aber meist weit mehr als einen Zuschuss zu den Druckkosten nehmen. ^Dienstleisterverlag ^Pseudoverlag ^Vanity Press.
- DTP
- ^Desktop Publishing
E
- EAN-Strichcode
- Die European Article Number auf der vierten Umschlagseite ermöglicht es, das Buch mit dem Scanner zu identifi zieren, zu berechnen und den Verkauf zu registrieren für Nachbestellungen, wie bei anderen Produkten.
- Editio castrata
- Auch: expurgata, von anstößigen Textstellen gereinigte Ausgabe.
- Edition
- Ausgabe, vor allem bei Neuausgabe klassischer Texte, aber auch Reihenbezeichnung eines Verlages.
- Einheitsaufnahme
- Bibliografische Beschreibung eines Buches.
- Einkaufszentrale der Öffentlichen Bibliotheken (ekz)
- in Reutlingen; empfiehlt, kauft ein und beliefert Bibliotheken.
- Einstampfen
- Um zart besaiteten Autoren die unangenehme Nachricht übermitteln zu können, was mit ihrem unverkäuflichen Buch geschieht, bevorzugen einfühlsame Verleger: ^makulieren.
- Erstausgabe
- Die erste im Buchhandel erschienene Ausgabe eines Buches.
- Erst-Autor
- Debütant.
- Exlibris
- Im vorderen Buchdeckel eingeklebter, oft gestalteter Zettel mit dem Namen des Besitzers, dazu gelegentlich Motto, Vers oder Illustration.
F
- Fachbuch
- Buch zu einem speziellen Fachgebiet, für eine bestimmte Berufsgruppe.
- Faction
- Englischer Begriff für Romane, die eine Mischung aus Facts und ^Fiction enthalten.
- Fadenheftung
- Relativ teures Bindeverfahren, bei dem eine stabile Verbindung einzelner Lagen oder Bogen zum Buchblock mittels Faden erzielt wird.
- Fahne, Fahnenabzug
- nicht umbrochener Korrekturabzug.
- Fahnenkorrektur
- X Änderungsrecht.
- Festschrift
- Zu Jubiläen von Firmen, Organisationen, zur Würdigung von Persönlichkeiten.
- Fiction
- Englisch für dichterische, schöngeistige Literatur, im Gegensatz zu ^Non-fiction.
- Flattersatz
- links- oder rechtsbündig angeordneter Satz mit ungleichmäßig auslaufenden Zeilen, im Gegensatz zu ^Blocksatz.
- Flexibler Einband
- Biegsamer Deckel, besonders bei Dünndruck und Taschenbuch-Ausgaben.
- Fliegendes Blatt
- ^Vorsatz.
- Flugblatt
- Einblattdruck, mehrere Blätter: Flugschrift oder ^Pamphlet.
- Foliant
- Buch im Folioformat (2°) ab 35 cm Rückenhöhe
- Fortdruck
- Druckereien bieten Fortdruck über die Grundauflage hinaus zum günstigeren Preis an.
- Freie Benutzung
- Wenn Inhalt und Form eines Werkes wesenhaft verändert werden, kann nach dem Urheberrecht die Veröffentlichung ohne Zustimmung des Urhebers der Vorlage erfolgen, z. B. Parodie.
- Freistücke
- Der Autor erhält gemäß Verlagsgesetz oder -vertrag eine bestimmte Zahl von Exemplaren seines Druckwerkes ohne Berechnung.
- Frontispiz
- Illustration oder Autorenporträt auf der dem Haupttitel gegenüberliegenden Buchseite.
G
- Garantie-Honorar
- Der Spatz im Verlagsvertrag, der manchem Autor lieber ist als die verkaufsabhängige Taube, die meist auch noch ein mageres Brüstchen hat. ^Honorar.
- Geleitwort
- Einleitung, Vorwort.
- Gemeinfreie Werke
- sind für jedermann frei zur Veröffentlichung, da ihre ^Schutzfrist nach dem ^Urheberrecht abgelaufen ist. Bei Verlegern beliebt, da nicht nur honorarfrei, sondern auch autorenärgerfrei.
- Gesammelte Werke
- Teilausgabe aus einem Gesamtwerk, jedoch manchmal gleichbedeutend mit ^Gesamtausgabe.
- Gesamtausgabe
- Zusammenstellung einzelner, in sich vollständiger Werke, die ein Bild vom Schaffen des Autors geben. Es können verschiedene Gesamtausgaben nebeneinander bestehen.
- Gestrichenes Papier
- Durch Oberflächenveredelung besonders glatte und opake Papiere, die für die detailgetreue Wiedergabe von Abbildungen verwendet werden.
- Glossar
- Verzeichnis ungewöhnlicher, erklärungsbedürftiger Ausdrücke am Schluss des Buches.
- Goldschnitt
- Fast nur noch bei alten Büchern zu fi ndende Vergoldung des Buchschnitts.
- Graudrucke
- Zusammenfassende Bezeichnung für ^Privatdrucke, Firmendrucke etc., die nicht im Buchhandel erhältlich sind.
- Gutenberg, Johann (1400–1468)
- hat den Buchdruck mit beweglichen Lettern eingeführt.
H
- Halbleder
- Einband mit Lederrücken, evtl. auch Lederecken.
- Halbleinen
- Einband mit Leinenrücken.
- Handbibliothek
- Die für einen Benutzer wichtigsten (Fach-) Bücher und Nachschlagewerke.
- Handpresse
- Für kleine Auflagen, früher auch Andruckpresse für Bleisatz.
- Hardcover
- Fester Einband bei Büchern im Gegensatz zu ^Softcover bei Taschenbüchern.
- Herausgeber
- Bei Buchreihen, Sammelwerken ist der Herausgeber der Schöpfer der Idee und ihr Betreuer. ^Edition.
- Herstellender Buchhandel
- ^Verlag.
- Herstellungskosten
- eines Buches sind alle direkt zurechenbaren Kosten wie Satz, Papier, Druck, Buchbindung und Gestaltung.
- Holzfreie Papiere
- haben einen Holzschliffgehalt von bis zu 5% und vergilben daher nicht. Sind meist auch alterungsbeständig.
- Holzhaltige Papiere
- haben einen Holzschliffgehalt von 6% und mehr, z. B. Zeitungspapier bis zu 85%. Neigen zum Vergilben und sind nicht alterungsbeständig.
- Honorar
- Man unterscheidet auflagenabhängige oder umsatzbezogene Honorare und feste ^Pauschalhonorare. Die Honorarsätze bewegen sich zwischen 5 und 8% bei Taschenbüchern, um 10% bei Hardcover-Titeln, bis zu 16% für Bestsellerautoren.
- Hörbücher
- Literarische Tonträger, von Schauspielern, auch von begabten Autoren als Lesung besprochene Audiokassetten.
- Hurenkind
- ^Ausgangszeile eines Absatzes, die auf die nächste Seite gerutscht ist.
I
- Imprint
- Druckvermerk. Auch als Reihentitel mit dem Imprint des Originalverlags, z. B. Beck-Texte im dtv, versehen. Auch anderer Verlagsname in großem Verlag.
- Index
- 1. Alphabetisches Verzeichnis, Register, meist am Ende des Buches. 2. Liste verbotener Bücher. ^Zensur.
- Indizierte Bücher
- (und andere Medien), deren Verbreitung eingeschränkt ist ^Jugendmedienschutz.
- Initialex
- Durch Schriftgröße, Verzierung, Farbe etc. hervorgehobener Anfangsbuchstabe eines Kapitels.
- ISBD
- International Standard Bibliographic Description, Koordination bibliografischer Angaben.
- ISBN
- Internationale Standard-Buch-Nummer: Zehnstellige Nummer (Gruppen-, Verlags-, Buchnummer und Prüfziffer).
- ISSN
- International Standard Serial Number wie ISBN, jedoch für Zeitschriften.
J
- Jugendmedienschutz
- Die Bundesprüfstelle veröffentlicht regelmäßig die auf den ^Inde^gesetzten jugendgefährdenden Schriften, die nicht ausgestellt oder an Jugendliche unter 18 Jahren verkauft werden dürfen. Auch bekannte Verlagshäuser veröffentlichen solche Bücher. ^Zensur.
K
- Karton
- Papier von mindestens 150 g Papiergewicht (Postkartenkarton) bis etwa 600 g, darüber: Pappe Klappentext Werblicher Text auf dem Schutzumschlag über den Inhalt des Buches und seinen Autor.
- Klebebindung
- Bindeverfahren, bei dem der beschnittene Buchblock am Rücken aufgeraut oder aufgefäst und mittels Kalt- oder Heißleim »geklebt« wird.
- Kleinverlage
- Verlage mit wenigen Titeln und Mitarbeitern und geringem Umsatz ^Mini-Verlag.
- KNV
- Koch, Neff & Volckmar, Stuttgart ^Barsortiment = Buchgroßhandel.
- Kollationieren
- 1. Vergleichen von Manuskript/Urausgabe mit späteren Ausgaben 2. Begriff aus dem Antiquariatshandel: Prüfen der Vollständigkeit von Seiten, Tafeln etc. 3. Prüfen der Vollzähligkeit der zu bindenden Bogen eines Buches.
- Kolumnentitel
- Der Orientierung des Lesers dienende Kopfzeilen in Fach und Sachbüchern (= lebender Kolumnentitel); in der Belletristik ist nur Seitenzahl üblich (= toter Kolumnentitel).
- Kommissionsbuchhandel
- Liefert im Namen und für Rechnung von Verlagen an Buchhandlungen, im Gegensatz zum Großhandel. ^Barsortiment.
- Kompendium
- Handbuch, Leitfaden, Abriss eines wissenschaftl. Gebiets.
- Konvolut
- Begriff aus dem Antiquariatsbuchhandel: Anzahl von Büchern, die zusammen für einen Gesamtpreis verkauft werden.
- Korrekturabzug
- Abzug in Form von ^Fahnen oder umbrochenen Seiten zum Verbessern evtl. Satzfehler. Gemäß Verlagsgesetz und üblicherweise Verlagsvertrag ist der Autor dazu verpfl ichtet und berechtigt, in bestimmten Grenzen ohne zusätzliche Kosten Korrekturen an seinem Text vorzunehmen.
- Korrekturzeichen
- Im Duden sind Korrekturnormen nach DIN 16511 mit Korrekturzeichen abgedruckt.
- Kritik
- Buchbesprechung in Zeitungen, Zeitschriften, im Radio und Fernsehen, anhand eines vom Verlag frei zur Verfügung gestellten Besprechungsexemplars mit Waschzettel.
- Kritische Ausgabe
- Neuausgabe eines Werkes, das von Entstellungen, Auslassungen etc. gekennzeichnet war und den Originaltext wiederherzustellen sucht.
- Künstlerbücher
- Handpressendrucke, Materialbücher, Collagenwerke mit künstlerischem Anspruch.
L
- Ladenverkaufspreis
- In Deutschland unterliegen die meisten Bücher der ^Preisbindung. Vom Verlag festgesetzter Ladenpreis.
- Laminierung
- Überzug eines Buchdeckels mit einer matrten, glänzenden oder strukturierten Glanzfolie.
- Laufrichtung
- Papier hat, bedingt durch die Ausrichtung der Fasern auf dem Sieb der Papiermaschine, in der Laufrichtung eine höhere Steifigkeit und Festigkeit. In Büchern muss die Laufrichtung parallel zum Bund sein.
- Layout
- Gestaltung eines Druckwerks oder einer Seite.
- Legende
- Erläuterungen zu Abbildungen, Karten etc.
- Lektor
- (Leser) Verlagsmitarbeiter, der angebotene Manuskripte prüft, bearbeitet, kalkuliert und betreut. Er hält den Kontakt zum Autor über den Abschluss des Verlagsvertrags hinaus. Im Lektorat werden neue Buchreihen entwickelt, Lizenzen erworben und verkauft. Das Lektorat ist die wichtigste Abteilung eines ^Verlags.
- Leporello
- Zickzack-Falz eines kleinen Druckwerks.
- Lesbarkeit
- wird durch Schriftbild, Schriftgröße, Zeilenabstand, auch Zeilenlänge und Wortabstände bestimmt sowie von der Qualität des Druckes und des Papiers.
- Leseexemplar
- Vom Verlag an Buchhandlungen kostenlos versandte (früher ungebundene) kostenlose Exemplare eines Buches.
- Leseförderung
- ^Stiftung Lesen.
- Leseforschung
- Hauptsächlich durch den Börsenverein des Deutschen Buchhandels veranlasste Untersuchungen.
- Lesung
- Meist lesen die (dafür nicht immer begabten) Autoren, z. B. in Buchhandlungen aus ihren Werken, was verkaufsfördernd sein soll.
- Lexikon
- Früher nur für Sprachwörterbuch gebraucht, heute allgemein für ^Nachschlagewerke.
- Libri
- Lingenbrink, Hamburg ^Barsortiment = Buchgroßhandel.
- Liebhaberausgabe
- Besonders ausgestattete Bücher in kleinen, oft limitierten Auflagen. ^Pressendruck
- Ligatur
- Verbindung von zwei oder drei Buchstaben zu einer schriftästhetischen Buchstabenkombination (z. B. bei fi , ff, fl , ffi , ffl ).
- Limitierte Ausgabe
- Zahlenmäßig begrenzte Auflage, meist im Buch nummeriert und signiert.
- Literatur
- Überbegriff für die Gesamtheit fi xierten Schrifttums, sowohl Sachliteratur wie auch schöngeistige Literatur betreffend. Manchmal auch wertend gebraucht für anspruchsvolle dichterische, künstlerische Werke.
- Literaturagentur
- Makler zwischen Autor und Verlag sowie zwischen ausländischen und inländischen Verlagen. Sie bezieht ein Erfolgshonorar für vermittelte Leistungen in Prozent vom Autorenhonorar oder dem Wert der Lizenz.
- Literaturpreise
- Wichtige Förderung von Autoren, selten Verlagen, durch Auszeichnungen, verbunden mit Geldpreisen, Stipendien, gestiftet von öffentlichen Einrichtungen, Unternehmen, literarischen Institutionen und Privatleuten
- Literaturverzeichnis
- Liste der verwendeten Literatur, Zitate etc. am Schluss eines Buches.
- Lizenzvertrag
- Vertrag über die Herausgabe eines Werkes, dessen Rechte z. B. ein Verlag hält, der einem anderen, beispielsweise im Ausland oder einem Taschenbuch-Verlag, das Recht zur Veröffentlichung einräumt. Longseller Buch mit hohem Absatz über längere Zeit im Gegensatz zum kurzfristig erfolgreichen ^Bestseller.
- Loseblattwerke
- Fortlaufende Sammelwerke, für die der Abonnent eine Grundausstattung, etwa einen Ringbuchordner, und die aktuellen Ergänzungen vom Verlag erhält, die blattweise berechnet werden; häufig bei juristischen Werken.
M
- Makulieren
- Makulatur: Unbrauchbares Papier in der Druckerei oder im Verlag, auch Bücher, die nicht mehr verkauft werden können. ^Verramschen ^Einstampfen.
- Manuskript
- Handschrift, Begriff für nicht gedrucktes Werk, auch wenn es maschinegeschrieben (Typoskript) oder computergedruckt ist.
- Manuskriptvorbereitung
- Vor dem Satz erforderliche Arbeiten, Korrekturen, Klarstellungen, Satzauszeichnungen.
- Marmoriertes Papier
- Früher für Buchdeckelbezug verwendetes ornamentales Buntpapier.
- Maschinenglattes Papier
- Wird wegen der rauen Oberfläche für Bücher ohne Abbildungen (für die man meist ^gestrichenes Papier braucht) verwendet. ^Werkdruckpapier.
- Mini-Verlage
- Verlage oft mit nur einem oder wenigen Titeln, mit interessanten, oft künstlerischen Werken, die meist nicht in großen Verlagen erscheinen könnten.
- Minipressen
- Messe Zweijährlich in Mainz stattfindende Messe. ^Messekatalog und ^Verzeichnis Lieferbarer anderer Bücher
- Mittelfeine
- Papiere Leicht holzhaltige Papiere.
- Modernes
- Antiquariat kauft Rest- und Ramschauflagen von Verlagen zu niedrigen Preisen auf, verkauft sie (als Großhandel) an Buchhandlungen.
- Montage
- Manuelle oder elektronische Herstellung der Druckform, Zusammenstellung der Seiten für den Druck.
N
- Nachschlagewerk
- Wörterbuch ^Lexikon, heute oft auf CD-ROM.
- Nationalbibliographie
- ^Deutsche Bibliothek.
- Nebenrechte
- Alle zusätzlichen Nutzungsrechte, z. B. neben der Buchveröffentlichung als Hauptrecht die Taschenbuchrechte, Übersetzungsrechte, Filmrechte etc.
- Nettopreis
- ^Verlagsabgabepreis, also Ladenpreis abzüglich MwSt. abzüglich Buchhandelsrabatte.
- Neuauflage
- Der sowohl veränderte wie auch unveränderte Neudruck der ersten Veröffentlichung eines Werkes. Die meisten Bücher erleben nur die Erstauflage.
- Neuerscheinung
- Erstauflagen wie Neuauflagen sind Neuerscheinungen.
- Non-books
- Alles außer Bücher, was der Buchhandel sonst anbietet (T-Shirts, Drucke, Karten etc).
- Non-fiction
- Sachbücher im Gegensatz zu ^Fiction, Belletristik.
- Normvertrag
- ^Verlagsvertrag
- Nutzungsrecht
- Im ^Verlagsgesetz oder Vertrag geregelte Übertragung von Haupt- und/oder ^Nebenrechten.
O
- Offizin
- Vor allem früher gebrauchte Bezeichnung für Druckerei.
- Offsetdruck
- Indirektes Flachdruckverfahren, das den ^Buchdruck abgelöst hat. Man unterscheidet maschinen- bzw. verfahrensbedingt zwischen Kleinoffset, Bogenoffset und Rollenoffset.
- Oktav
- Bezeichnung für ein Buchformat von bis zu 25 cm Höhe. ^Buchformat.
- Online-Publishing
- Informationsbereitstellung eines Verlages über Datennetze.
- Opazität
- Fachbegriff für die »Undurchsichtigkeit« von Papier. Holzhaltige und gestrichene Papiere haben eine hohe Opazität.
- Originalausgabe
- Die vom Urheber bestimmte erste Ausgabe seines Werkes.
P
- Pagina
- Seitenzahl, auch: toter Kolumnentitel
- Paginieren
- Mit Seitenzahlen versehen, ungerade Ziffern rechts, beginnend mit der Schmutztitelseite.
- Paperback
- Kartoniertes Buch, außer am Preis kaum vom Taschenbuch unterscheidbar.
- Papierformate
- Nach DIN geordnete Maße, Formate.
- Papiergewicht
- Ausgedrückt in Gramm/m2, z. B. Schreibpapier 80 g/m2.
- Partiebezug
- Typisch 11/10 – bedeutet, der Verlag liefert 11 Exemplare eines Buches, berechnet aber nur 10. Dadurch steigt der Buchhändlerrabatt z. B. von 40 auf 45,45 Prozent.
- Pauschalhonorar
- Festhonorar als einmalige Abfindung für eine oder alle Auflagen eines Buches.
- Pflichtexemplar
- In Deutschland müssen von jedem gedruckten Buch zwei Exemplare an die ^Deutsche Bibliothek/Deutsche Bücherei und teilweise auch an Landesbibliotheken gesandt werden.
- Piratenausgabe
- ^Raubdruck.
- Plagiat
- Widerrechtliche Verwertung der geistigen Schöpfung eines anderen; verletzt ^Urheberrecht.
- Preisbindung
- In Deutschland wurde die gesetzliche Preisbindung vor über 100 Jahren eingeführt und gilt seither mit einer Unterbrechung.
- Pressendruck
- Kleine Auflagen bibliophiler Werke von ^Mini-Verlagen, oft in Bleisatz, besondere Typographie, auch mit Original-Druckgraphik. Meist limitiert/signiert.
- Printmedien
- Alle gedruckten Medien, Zeitungen, Zeitschriften, Bücher etc.
- Privatdrucke
- Nicht über den Buchhandel verbreitete Drucke von Privatpersonen, Vereinen etc., die von diesen auch voll bezahlt sind.
- Pseudoverlag
- Unternehmen für vom Autor bezahlte Drucke. Praktiziert die Umkehrung des Verlagsprinzips: Nicht der Verlag legt vor (Wortursprung von Verlegen), sondern der Autor. ^Vanity Press, auch als ^Druckkostenzuschussverlag bezeichnet. Üblicherweise werden die Bücher solcher Unternehmen kaum im Buchhandel angeboten. (Zulässige Aussage lt. OLG München Az 6 U 2250/09)
- Publishing on demand
- Der ^Digitaldruck ermöglicht Verlegen entsprechend der Nachfrage.
Q
- Quart
- Buchformat (40) bis 35 cm Rückenhöhe, z. B. für Tafelbände.
- Quellenangabe
- Bei ^Zitaten verlangt das Urheberrecht deutliche Kennzeichnung und Quellenangabe.
R
- Ramsch
- ^Verramschen
- Raubdruck
- Unautorisierter, illegaler Druck eines schon erschienenen Werkes.
- Redaktion
- Schriftleitung. Im Buchwesen auch: ^Herausgeber, Editor. Redigieren Redaktionsarbeit im engeren Sinne: das stilistische und inhaltliche Überarbeiten eines Textes. ^Lektor.
- Register
- Sach-, Personen-, Ortsregister am Ende eines Buches mit Hinweis auf Seitenzahlen.
- Reiserabatt
- Höherer Buchhändlerrabatt, wenn beim Verlagsvertreter bestellt wird.
- Remissionsrecht
- Rückgaberecht auch bei Bestellungen als »fest mit RR« bezeichnet. Bei Büchern, die häufig aktualisiert werden, sind Umtausch und Lieferung der neuen Ausgabe üblich. Verlage vereinbaren mit ihren wichtigen Buchhandelskunden oft spezielle Jahreskonditionen, zu denen auch das Remissionsrecht zählt.
- Remittenden
- Zurückgesandte Bücher, CDs etc.
- Remittendenkonditionen
- Üblicherweise trägt der die Portokosten, bei dem der Grund für die Rückgabe liegt, also die Buchhandlung, wenn sie ihr Lager verringern will oder der Verlag, wenn es sich um ein Mängelexemplar handelt.
- RR
- ^Remissionsrecht
- Reprint
- Unveränderter Nachdruck eines (meist älteren vergriffenen) Werkes.
- Restauflage
- Schwerverkäuflicher Bestand eines Titels im Verlag, der preiswert abgegeben oder ^verramscht wird.
- Rezension
- Buchkritik, urteilende Besprechung im redaktionellen Teil der Medien. ^Kritik.
- Rezensionsexemplar
- Kostenlos den Redaktionen zur Besprechung zugesandte Neuerscheinung.
S
- Sachbuch
- Alle nicht schöngeistigen Werke, ^Nonfiction, wobei man noch in wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Werke und in zahlreiche Untergruppen aufgliedern kann. 85 % der Neuerscheinungen sind nicht-belletristische Werke.
- Sammelrevers
- Juristische Bezeichnung des Vertrags über die Einhaltung der ^Preisbindung zwischen Verlagen und Buchhändlern.
- Satzanweisung
- Angaben des Verlagsherstellers, wie ein Text gesetzt werden soll (Schrift, Schriftgröße, Satzspiegelmaße etc.).
- Schlagwortkatalog
- Verzeichnis von Buchtiteln unter bestimmten Stichwörtern, im Buchhandel gebräuchliche Nachschlagewerke in Buchform oder als CD. ^VLB.
- Schmutztitel
- Da Bücher dem Käufer ursprünglich ohne Umschlag / Einband geliefert wurden (das Einbinden veranlasste dieser selbst), musste die erste Seite »Schutz vor Schmutz« bieten und gleichzeitig Angaben zu Autor und Titel enthalten.
- Schriftsteller
- Früher eher auf Verfasser schöngeistiger Prosawerke, nicht auf Poeten, angewandt. ^Autor.
- Schutzfrist
- In Deutschland 70 Jahre ^Urheberrecht
- Schutzumschlag
- Gestalteter, um den Einband eines ^Hardcovers gelegter Papierumschlag.
- Selbstverlag
- Vom Autor gegründeter Verlag, in dem seine Werke erscheinen; Ausgangspunkt mancher ^Mini-Verlage.
- Sigeln
- Aufnahme von Buchtiteln im ^VLB oder in Barsortimentskatalogen mit Hinweis auf den Zwischenbuchhandel, der das Werk führt.
- Signatur
- Im Beschnitt stehende Kennzeichnung von Druckbögen durch die Druckerei.
- Signet
- Drucker- und Verlegerzeichen.
- Skript
- Manuskript, meist: Drehbuch
- Sonderdruck
- Auszug aus einem größeren Werk
- Sortiment
- ^Buchhandel.
- Steadyseller
- ^Longseller.
- Stiftung Buchkunst
- Führt den jährlichen Wettbewerb »Die schönsten Bücher« durch. Träger sind gemeinsam der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und die Deutsche Bibliothek.
- Stiftung Lesen
- Aufgabe: Leseförderung, vor allem bei der Jugend.
- Subskription
- Bei Vorausbestellung eines (oft mehrbändigen, teuren) Werkes erhält der Besteller einen Rabatt. Das Angebot erlischt bei Erscheinen. Ermöglicht dem Verlag eine genauere Kalkulation ^Abonnement. Der Vorausbestellpreis ist auch ein Marketinginstrument.
T
- Taschenbücher
- gibt es seit dem 19. Jahrhundert (Tauchnitz Edition, später Reclam). Sie wurden nach dem Krieg durch rororo-Taschenbücher, denen Fischer u.a. folgten, populär. Sie haben Kartoneinbände und sind preiswert, die Herstellungskosten niedrig, ebenso die Autoren-Honorare. Früher eher als Lizenzauflagen, erscheinen heute viele Titel als Originalausgaben in Taschenbuchverlagen. Etwa 15% aller Neuerscheinungen sind Taschenbücher, zur Hälfte Erstauflagen. Die Hälfte aller Taschenbücher sind belletristische Titel.
- Titel
- Die Benennung eines Buches, aber auch das Werk selbst.
- Titelbild
- 1. Abbildung auf dem Umschlag, besonders bei Taschenbüchern 2. ^Frontispiz.
- Titelei
- Alle Seiten vor dem eigentlichen Textbeginn.
- Titelschutz
- Im Markengesetz (§§ 5, 15) ist der Schutz von Buchtiteln geregelt.
- Typoskript
- Maschinengeschriebenes ^Manuskript.
U
- Umbruch
- Der zunächst endlos gesetzte Satz wird zu fertigen Seiten aufgebaut, d.h. umbrochen.
- Umsatzsteuer
- Für Bücher gilt der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7%.
- Unveränderte
- Neuauflage Nachdruck der Erstauflage ohne Änderungen.
- Urheber
- Der Schöpfer eines Werkes. ^Autor.
- Urheberrecht
- Schützt das Eigentum an geistigen Werken.
V
- Vanity Press
- Unternehmen, die sich vom Autor (Vanity = Eitelkeit) den Druck seines Werks bezahlen lassen. ^Pseudoverlag
- Verbreitender Buchhandel
- Alle Formen des Buchhandels, ^Sortiments-, Bahnhofs-, Warenhaus-, Versandbuchhandel etc.
- Verfasser
- ^Urheber, ^Autor eines Werkes.
- Verfasserwerke
- Bücher mit mehreren auf dem Titel genannten Verfassern.
- Vergriffen
- Vom Verlag nicht mehr lieferbar.
- Verkehrsnummer
- wird von Verlagen und Buchhandel im Waren- und Zahlungsverkehr verwendet.
- Verlag
- Unternehmen, das das geschriebene Wort, Bild, Ton, Film auf verschiedenen Trägern wie Buch, Kassette, CD der Öffentlichkeit zugänglich macht. Der typische Verlag (kommt von Vorlegen) 1. zahlt dem Autor einen Vorschuss, 2. lässt das Buch drucken und 3. liefert auf Kredit an den Buchhandel. Seine charakteristischen Aufgaben sind die Programmerstellung, die Finanzierung und der Vertrieb. Verlage werden auch als Herstellender Buchhandel bezeichnet, womit die wesentlichen Funktionen – Herstellung und Verbreitung von Büchern – hervorgehoben werden. Mitglied des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels sind etwa 2000 Verlage.
- Verlagsgesetz
- Regelt als Ergänzung zum Urheberrecht das Rechtsverhältnis von Verlag und Autor, soweit nicht ein individueller ^Verlagsvertrag geschlossen wurde.
- Verlagsvertrag
- Vereinbarung zwischen Verleger und Autor über die Herausgabe eines Werkes. Zwischen dem Verband deutscher Schriftsteller und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels wurde ein Normvertrag vereinbart.
- Verlagsvertreter
- Repräsentiert meist größere Verlage, besucht den Buchhandel, stellt die Neuerscheinungen vor und versucht auch aus der ^Backlist zu verkaufen. Als Bestellanreiz gewährt er ^Reiserabatte.
- Verramschen
- ^Makulieren. Sinkt der Absatz eines Werkes unter eine bestimmte Stückzahl im Jahr, sichert sich der Verlag im Verlagsvertrag das Recht, das Buch zu verramschen.
- VG Wort
- Verwertungsgesellschaft Wort, München, erhält von öffentlichen Büchereien die ^Bibliotheksabgabe, die sie an Verlage, Übersetzer und Autoren ausschüttet, die mit der VG Wort einen Vertrag (kostenfrei) abgeschlossen haben.
- VLB
- Verzeichnis Lieferbarer Bücher, herausgegeben von der Buchhändler Vereinigung als Kataloge und als CD-ROM mit über 800.000 lieferbaren Titeln.
- VLS
- Verzeichnis Lieferbarer Schulbücher Vorabdruck Auszüge aus einem demnächst erscheinenden Buch in Zeitungen oder Zeitschriften.
- Vorsatz
- Meist geripptes Papier, das den Einband eines Hardcovers mit dem Buchblock verbindet. Bei Broschuren seltener und dann auch nur als Gestaltungselement anzutreffen.
- VS
- Verband deutscher Schriftsteller in der Verdi-Gewerkschaft.
W
- Warenhausbuchhandel
- Bucheinzelhandel in Warenhäusern, die oft auch Restauflagen, günstige Sonderauflagen verkaufen und durch viele Filialen zu den umsatzstärksten Buchhandlungen zählen.
- Waschzettel
- Pressetext – eher sachliche Information zu Werk, Autor, Verlag etc.
- Werbender
- Buch- und Zeitschriftenhandel verkauft hauptsächlich Zeitschriften von Tür zu Tür, wirbt gelegentlich auch Mitglieder für Buchgemeinschaften.
- Werkdruckpapier
- Meist geglättetes und gefärbtes Naturpapier, das sich primär für den Druck von Text und Volltonabbildungen eignet. Hochwertige Werkdruckpapiere ermöglichen aber auch den Druck von farbigen oder schwarzweißen Halbtonabbildungen.
Z
- Zeilenfall
- Anordnung der Zeilen, zu beachten bei Titelsatz (Überschriften) und Flattersatz.
- Zensur
- Gibt es in Deutschland nicht, zumindest keine staatliche Zensur.
- Zitat
- Dem Nachdruckverbot steht eine eng begrenzte Zitierfreiheit gegenüber. Grundsätzlich erforderlich ist die ^Quellenangabe.
- Zuschussexemplare
- Verlage sind berechtigt, eine begrenzte Zahl von Büchern zusätzlich zur vereinbarten Auflage drucken zu lassen, um beschädigte oder fehlerhafte Exemplare auszugleichen.
Zuschussverlag ^Druckkostenzuschussverlag
- Zwischenbuchhandel
- Buchgroßhandel ^Barsortiment